Freitag, 21. Dezember 2012

Armutsgefährdet? BOUTIQUE VRENI TM berät Sie!

20.12.2012
Laut dem "Paritätischen Wohlfahrtsverband" ist jede/r 6. in Deutschland armutsgefährdet.

Als "armutsgefährdet" gelten Personen, die weniger als 60% des Durchschnittseinkommens verdienen. Dieses liegt laut statista bei: 28.300 Euro (Stand 2011). Davon wären 60%: 16.980 Euro. Wenn Sie also weniger als das im Jahr verdienen, sind Sie so gut wie arm.

Und was verdienen die Leute in unserem Umfeld?
Diese Kulturschaffenden und Kreativen, Sie wissen schon:


Also. Nehmen wir die 30 – 40 Jährigen:

Laut Künstlersozialkasse (Stand 1.1.2012) verdienen:

– Männliche Menschen, die Schreiben: 17.580 Euro  (= so gut wie ARM)
– Weibliche Menschen, die Schreiben: 13.945 Euro (= ARM)

– Bildende Künstler: 14.404 Euro  (= ARM)
– Bildende Künstlerinnen: 11.141 Euro (= ARM)

– Musiker: 11.811 Euro  (= ARM)
– Musikerinnen: 9.515 Euro (= ARM)


... BOUTIQUE VRENI TM kann das alles nicht gutheißen, und rät:


Falls Sie in diesen Bereichen tätig sind, oder dieses in Betracht ziehen, gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

Ziehen Sie in Betracht, „Kunst“ oder ähnliches zu studieren? Erkundigen Sie sich über die Vermögensverhältnisse Ihrer Familie. Starten Sie erst mit der Bewerbung, wenn Ihnen ein monatliches Salär von mind. 1.500 Euro zugesicherte wurde und/oder die Schenkung einer Eigentumswohnung. Falls diese Grundvoraussetzungen nicht eintreten: Machen Sie eine Ausbildung als Steuerberaterin. Die werden immer gebraucht. 

Falls Sie schon KünstlerIn o.ä. sind (also das „Kind schon in den Brunnen gefallen ist“), recherchieren Sie nach „Guten Partien“. Beispielsweise wären eine Unternehmensberaterin oder ein Zahnarzt geeignete (Ehe-)PartnerInnen, welche Sie finanzieren könnten.

Erwägen Sie eine Umschulung in Richtung „Steuer-Beratung“. Die werden immer gebraucht. 

Falls Sie weiblich* sind, erwägen Sie eine Geschlechts - Umwandlung. Wie an obigen Statistiken ersichtlich ist, zahlt sich aus!  Da ist ein wenig Selbstoptimierung nicht zuviel verlangt! Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.

Schalten Sie Ihre Heizung aus. Oder Ihren Holzkohle-Ofen. Das spart Geld, besonders im Winter! Denken Sie daran: Dauerhaft über seine Verhältnisse leben, geht einfach nicht!

Ziehen Sie sich eine Decke über den Kopf und reden Sie sich ein: „Altersvorsorge ist total spießig! Geld ist mir nicht so wichtig! Ich kann auch von Luft und Liebe leben! Armut macht kreativ!“. Wiederholen Sie dieses Mantra täglich mehrmals.


Falls Ihnen diese oder ähnliche Ratschlägen DUBIOS vorkommen,

empfiehlt BOUTIQUE VRENI TM die Unterzeichnung folgender PETITION, die offenbar der (begründeten) Ansicht ist, dass genügend Geld da ist. Nur sonderbar verteilt. Auch in Deutschland ---> Abteilung: Binsenweisheit.

(BOUTIQUE VRENI TM ist nämlich nicht zynisch. Sondern nur sarkastisch.)

 
In diesem Sinne:
Erholsame Feiertage & Ein Gutes Neues Jahr 2013 (DIE WILDE 13)
wünscht Ihnen BOUTIQUE VRENI TM

Sonntag, 9. Dezember 2012

Schneechaos im Dezember! Droht Deutschland das aus?

Armes Deutschland! Nicht genug, dass die Republik der Frühaufsteher von faulen HARTZ-4-Schnorrern bis aufs Blut ausgesaugt wird (BILD berichtete!), und Leistungsträger in Führungspositionen nun von hysterischen Frauen bedroht werden, die da mitmachen wollen (Quote, und so!): Nein! Es kommt noch ärger! Permanentes Schneetreiben seit den frühen Morgenstunden hindert den deutschen Bürger an seinem ureigenen Menschenrecht: Autofahren!

"Die Bürger werden da einmal mehr in ihrer Freiheit eingeschränkt! ... das können wir uns nicht bieten lassen. Zumal das ganze, wie jedes Jahr, total überraschend kommt! Schnee im Winter, das geht einfach nicht!" meint Karl-Heinz P. vom ADAC empört. Er appelliert an das Gerechtigkeitsempfinden der deutschen Autofahrer, und erinnert sie an ihre demokratischen Grundrechte.

Geplant sind eine Verfassungsklage in Karlsruhe, sowie eine Klage am Euopäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Außerdem erwägen Karl-Heinz P. und seine Mitstreiter eine Beschwerde beim Deutschen Wetterdienst. Wenn sich die Service-Leistung "Wetter" in Zukunft nicht verbessere, würde man ein Bürgerbegehren bezüglich einer Privatisierung vorantreiben. Der französische Konzern VEOLIA habe im übrigen bereits Interesse angemeldet.

In mehreren deutsche Städten bilden sich zur Stunde spontane Kundgebungen, um gegen das rücksichtslose Schneetreiben zu protestieren. Den Menschen steht die Bestürzung ins Gesicht geschrieben: "Darf man denn jetzt gar nichts mehr??" ist auf einem selbstgestalteten Schild zu lesen. Ein anderes zeigt die Aufschrift: "Was kommt als nächstes? 130km/h auf Autobahnen?? - wehret den Anfängen!". Darunter ein Totenkopf. Aber es ist gut zu sehen, dass Menschen sich wieder für etwas sinnvolles engagieren.

So möchten wir auch an Sie appellieren, liebe Mitbürger* (*Frauen sind mitgemeint.): Weg mit Schnee und Eis! Stehen Sie auf für die Freiheit!

Samstag, 8. Dezember 2012

Ja zum Luxus! Der Rhein-Main-Verkehrsverbund.

Das Rhein-Main-Gebiet ist so riesig nicht. Riesig sind allerdings teilweise die Fahrpreise, welche der "Rhein - Main - Verkehrsverbund" (RMV) erhebt. Und jedes Jahr ganz diskret anhebt.

Ein Fahrschein in der Zone "Frankfurter Stadtgebiet" kostet beispielsweise ab dem 9.12.2012 Euro 2,55. Die nächste Zone, in die auch unsere geliebte Wohnstätte Offenbach/Main gehört (Fahrzeit ca. 15 Minuten) verlangt dann schon Euro 4,25.

Wer sich so etwas leisten kann, wissen wir nicht. Wir halten diese Preise gleichwohl für Wucherpreise, und eines Gemeinwesens unwürdig. Eine adäquate Ausweichmöglichkeit gibt es nicht (Und dabei heißt es doch immer "Markwirtschaft über alles!". Wir verstehen das nicht).

Wenn wir bestimmte Strecken überwinden wollen, benötigen wir öffentliche Verkehrsmittel. Und diese müssen preiswert sein.

Aus diesem kühlen Grunde hat BOUTIQUE VRENI TM folgenden Offenen Brief verfasst, der in den nächsten Tagen auf des RMVs Gabentisch landen wird:


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Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter RMV,

... dieser Tage haben wir wieder einmal mit Interesse den jährlichen "Fahrplan-Wechsel" des "Rhein - Main - Verkehrsverbund" (RMV) wahrgenommen; dessen signifikante Bedeutung ja weniger im Wechsel des Fahrplanes, sondern in der Erhöhung des Fahrpreises besteht (Übrigens eine gute Idee, den Fahrpreis so ganz nebenbei zu erhöhen, dies aber nicht explizit zu erwähnen. So kommt das für die meisten wie ein Naturgesetz herüber)

Noch größer wurde im übrigen unser Interesse, als wir feststellten, dass wir für eine RMV-Fahrt von "Offenbach-Marktplatz" bis "Frankfurt-Konstablerwache" (Fahrzeit: 14 Minuten) ab dem 9. Dezember 2012 fortan nicht mehr Euro 4,10, sondern Euro 4,25 zu bezahlen habe. Zwischen Offenbach und Frankfurt gibt es nämlich eine Zonengrenze. Weil das zwei verschiedene Städte sind. Die unglaublich weit voneinander entfernt liegen (Fahrzeit: 14 Minuten).

Bereits im vorigen Jahr hatten wir in aufgeregter Erwartung der letztjährigen Preiserhöhung geharrt, und uns gefragt, ob der RMV tatsächlich den Mut aufbringen würde, für die oben genannte Strecke einen Fahrpreis zu verlangen, welcher die 4-Euro-Marke übersteigen würde: „Nein, das werden sie nicht tun; das wäre tatsächlich zu absurd. 4 Euro, für eine so kurze Strecke, das wäre ja der komplette Wahnsinn! Das können sie nicht tun." dachten wir... doch der RMV überraschte mit ungeahnter Chuzpe: Er konnte. Und wie er konnte. Die Fahrkarte kostete fortan nicht mehr Euro 3,90, sondern Euro 4,10.

Aber das ist nun auch schon wieder Geschichte. Ab Morgen, dem 9.12.,  lachen uns aus dem Fahrkarten-Automaten die Zahlen "4,25" an. Und aus diesem Grunde möchten wir Ihnen, werter RMV mitteilen, dass wir ab diesem Datum die Benutzung des Öffentlichen Nahverkers im Offenbacher/Frankfurter Stadtgebiet einstellen, und gänzlich auf Fahrradfahren umsteigen werden. Oder eben zu Hause bleiben.

Und möchten uns bei Ihnen bedanken: für Ihren Beitrag zur Erschwerung der Mobilität aller Nicht-Besserverdienenden. Wir möchte Sie aber dennoch daran erinnern, dass ein Öffentlicher Nahverkehr ein Teil des Gemeinwesens ist. Und dieses Gemeinwesen sollte für möglichst viele Menschen zugänglich sein. Und nicht immer mehr Menschen ausschließen, weil diese sich viele Dinge einfach nicht mehr leisten können.

Wir würden Ihnen im übrigen vorschlagen, in den S-Bahnen ALLE Abteile durch 1.-Klasse-Abteile zu ersetzen.

Wir werden diesen Brief auf Blogs und auf Facebook veröffentlichen. Wir werden zusätzlich dazu ermuntern, es unserem Beispiel gleichzutun.



Mit konsternierten Grüßen,

BOUTIQUE VRENI TM

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Mittwoch, 5. Dezember 2012

abteilung: schlaue cyborgs

"Zorn ist sinnvoller als Verzweiflung. 

Grundlagen der Psychologie gehören zu meinen Subroutinen."



Cyborg T800 (im Volksmund auch als TERMINATOR aka Arnold Schwarzenegger bekannt)
in: "Terminator 3: Rise of the Machines (2003)" 


Im übrigen ein unterschätzter Film, denn:
–  Der böse Terminator ist diesmal eine Frau, nämlich Kristanna Loken (na also, geht doch!)
–  Die stets coole Claire Danes spielt mit.
–  Der Film hat ein überraschend pessimistisches Ende
–  In einer Szene geht Arnold Schwarzenegger an einer Tanke Lebensmittel einkaufen; und im Regal erblickt man eine Packung "Manner-Schnitten". Die rosa-nen. War sicher Arnolds Idee :)

"WER NICHT WILL, DER HAT SCHON." - Ein Antrag auf mehr Geld für freie Kunstprojekte im Frankfurter Kulturauschuss. und keiner geht hin.

Unlängst gab es da so eine Idee: Wir (d.h. zwei KünstlerkollegInnnen und ich), bereiten einen Antrag für den Kultur-Ausschuss der Stadt Frankfurt vor. Die Summe der Fördermittel für Freie Projekte soll von 70.000 auf 500.000 Euro im Jahr erhöht werden (Es bewerben sich immer ca. 50 Personen)

Das klingt gut. Mehr Geld ist immer gut. Das Problem ist nur, dass drei Personen zu wenig sind, um auf die Mitglieder des Kultur-Ausschusses einen nachhaltigen Eindruck zu machen. Drei einzelne KünstlerInnen wirken nicht gerade wie eine geballte Repräsentations-Macht. Bis dato sind das aber eben nur wir drei. Weitere Beteiligte müssten aquiriert und überzeugt werden, mit ins Boot zu kommen. Das müssten wir tun.

Aber:
ehrlich gesagt ist mir klargeworden, dass ich überhaupt nicht die geringste Lust habe, mich (zu dritt) für eine amorphe Masse von KünstlerInnen einzusetzen, von denen der Großteil mir mit seiner/ihrer Ignoranz und Nicht-Engagement und Elfenbein-Turm-gehabe eigentlich nur auf die Nerven geht! Leute, die sich über unser Engagement lustig machen; die mich belächeln, wenn ich von der letzten OCCUPY-DEMO erzähle (falls sie überhaupt wissen, was das ist.) Leute, die glauben, sie seien freie, autarke KünstlerInnen, welche sich außerhalb des Systems bewegen. Leute, die nicht merken, dass sie mit ihrem Verhalten – stets flexibel, stets mobil, stets genügsam und bereit, für wenig und kein Geld zu arbeiten – genau dies System UNTERSTÜTZEN. Natürlich wollen wir nicht behaupten, dass wir drei die einzigen sind, welche sich für "Prekariat" und verwandte Themen interessieren. Aber insgesamt ist der Prozent-Satz derjenigen doch eher gering.

BOUTIQUE VRENI GEFÄLLT DAS NICHT.

Und deswegen hat BOUTIQUE VRENI auch keine lust mehr auf diesen Antrag.

... und schlägt stattdessen folgenden Antrag für den Kultur-Ausschuss vor:

"Herabsetzung des Betrages der Kunst-Förderung von 70.000 euro auf 0 euro. Begründung: KünstlerInnen können keine Sonderrolle einnehmen, sondern sollen sich den gleichen marktwirtschaftlichen Bedingungen unterwerfen wie alle anderen auch."


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Dieser Antrag läuft auch unter dem Arbeitstitel: SCHRANK-STIPENDIUM reloaded.
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Sie fragen sich, was denn Himmels Willen ein SCHRANK-STIPENDIUM ist? Gucken Sie mal hier

"Steuern zahlen, leicht gemacht" - die software "elster"

Heute mal etwas ganz Dröges: meine enervierenden Abenteuer bei dem Versuch, als Freiberuflerin Steuern zu zahlen.

"Wer will DAS den wissen??", werden Sie vielleicht nun aufschreien ... vielleicht werden Sie sich aber auch freuen über meinen Post. Weil Sie dasselbe SCHEISS-PROBLEM HABEN, WELCHES IHNEN DIE NERVEN RAUBT!!!

Im folgenden also mein Brief an das FINANZAMT einer großen Kleinstadt im Rhein-Main-Gebiet:

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Betreff: Elektronische Registrierung mit der Steuer-Software "elster"

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Montag, den 3.12.2012, erhielt ich von Ihrer Behörde die schriftliche Aufforderung, meine Umsatz-Steuer-Voranmeldung ab dem 1.1.2013 nicht mehr über ein Formular, sondern elektronisch, via "elster" zu machen (davor sei eine Registrierung zwecks zukünftiger Authentifizierung vonnöten).

Sehr groß war dann leider meine Bestürzung, als ich versuchte, mich über meinen Computer (Apple MacIntosh) zur Registrierung anzumelden: leider vergeblich! Umfangreiche Fehlermeldungen signalisierten mir, dass mein Computer, wie auch die von mir verwendete Betriebssoftware schlichtweg zu alt seien.

Noch größer wurde meine Bestürzung, als ich weitere Registrierungsversuche auf anderen, neueren Computern mit neuerer Software unternahm (diese allerdings auch nicht auf dem neuesten Stand): ebenfalls vergeblich!

Nun mag es unproblematisch sein, sich mit der Systemsoftware stets auf dem neuesten Stand zu befinden, wenn mit dem entsprechenden Computer lediglich E-Mails und Word-Dokumente verfasst und im Internet gesurft wird. Bei Rechnern, auf denen beispielsweise komplexe Grafik- und Bildbearbeitungssoftware läuft, sieht es anders aus: alle diese Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein, d.h. ein neues Betriebssystem erfordert dann auch eine neue Version der Grafiksoftware, o.ä.

Zum einen kann dies sehr teuer werden, zum anderen ist es nicht unaufwendig, und kann zu Computer-Problemen und mithin empfindlichen Störungen der täglichen notwendigen Arbeitsabläufe führen. Für größere Firmen mag ein regelmäßiges Update der Software unproblematisch sein; für selbständige Freiberufler mit gemäßigten bzw. geringen Einkommen ist dies schlichtweg nicht machbar.
Im übrigen ist es oft, wie in meinem Falle gar nicht notwendig, ständig die neuesten Software-Versionen zu erwerben, da die bestehenden völlig zufriedenstellend funktionieren.

Meine weiteren Recherchen ergaben nun folgendes:
– eine Recherche im Internet zeigte, dass viele Apple MacIntosh-Benutzer dieses Problem haben
– ein befreundetes Steuerbüro zeigte sich über die Anforderung des Finanzamtes erstaunt und riet, sich direkt an Ihre Behörde zu wenden.
– ein Mitarbeiter Ihrer Behörde teilte mir telefonisch mit, dass das Programm "elster" nicht für MacIntosh funktioniere. Man könne mir jedoch nicht weiterhelfen, und verwies mich an die "elster-hotline"
– bei der "elster-hotline" befand ich mich dann ca. 16 min. in der Warteschleife, und brach dann den Anruf-Versuch ab
– die "elster-online-seite" veweist auf diverse private Steuer-Software, die "elster"-kompatibel seien. Jedoch seien diese Dienst nicht von Seite des Finanzamtes geprüft. (Auch war mir nicht klar, wie dann die verlangte Registrierung vonstatten gehen soll, die ja der elektronischen Eingabe der Steuerdaten voraus gehen muss ...)

Ich steh nun vor der absurden Situation, (Umsatz)Steuer zahlen zu müssen, jedoch nicht die technische Möglichkeit dazu zu haben, und bin deswegen äußerst beunruhigt.

Ich möchte Sie daher inständig bitten, mir sobald wie möglich eine Rückmeldung zu geben, was in meinem Falle (welcher sicherlich zahlreiche Freiberufler betrifft) zu tun ist, und bedanke mich im voraus für Ihre Bemühungen.

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... soweit.

Was wird nun geschehen? Wir sind gespannt!

BOUTIQUE VRENI WIRD SIE AUF DEM LAUFENDEN HALTEN!

Montag, 15. Oktober 2012

LUSTIGE GRABSCHER - Klaas & Joko erfinden den Humor neu oder so ähnlich.

Letzte Woche erreichte deutscher Humor mal wieder einen neuen Schenkel-Klopfer-Höhepunkt: Klaas & Joko, die beiden Jung-Helden von ZDF - neoParadies machen die Berliner Funkausstellung unsicher. Und, ja, schon alleine der gekonnte Einsatz von "Pups-Spray", mit dem sich arglose BesucherInnen und Hostessen irritieren lassen, sprüht vor Witz und Esprit. Schon das reicht für einen Humor-Nobelpreis, meinen wir!

Aber es kommt noch besser: die beiden jungen Herren müssen in ihren Sendungen auch stets total witzige Aufgaben erledigen, so wetten-mäßig. Und bei der Wette, die in der besagten Sendung von Anfang Oktober zu sehen ist, wäre Thomas Gottschalk vor Neid grün und gelb angelaufen; warum war ihm das nicht eingefallen!: Joko soll, vor laufender Kamera, einer Messe-Hostess an die Brüste und an den Hintern fassen, einfach mal so, ganz spontan ... mal sehen, wie DIE dann reagiert, haha hoho hihi!

... gesagt, getan: ziehrt sich der junge sensible Mann zunächst noch, so obsiegt dann glücklicherweise "männlicher Wagemut" (oder wie das heißt), und Joko greift zu! ... die Hostess ist irritiert (haha hoho hihhi), und Mitmoderator Klaas macht sich, total witzig, noch ein wenig lustig über sie (hehe huhu haha) ...

Boutique Vreni meint: DAS ist Qualitätsfernsehen! ... DAS ist Witz!

... Und, ja, diese ganzen fehlgeleiteten Gender-Aktivistinnen und Feministinnen, die sollen sich mal nicht so haben! Mensch, LASST den jungen Männern doch mal ihren Spaß! ... darf man jetzt nicht mal mehr Frauen anfassen, ohne deren Einverständnis?? ... Muss denn ALLES reglementiert sein?? Außerdem haben die's doch gar nicht so gemeint, Sie Spießer!

Und wenn's Ihnen nicht passt, schalten Sie doch einfach um. Außerdem gibts ja wohl wichtigere Dinge, wie den Hunger in der Welt und diese Kriege, und die Bundesliga und so.

Neugierig geworden? Lassen Sie sich dieses wunderbare Beispiel "deutschen Humors", und nicht zuletzt "männlichen Draufgängertums" nicht entgehen (---> Highlights ab ca. Minute 4) 


< / SARKASMUS AUS >

Mittwoch, 12. September 2012

Reden wir über Geld. Teil 3

Sind Sie KünstlerIn, Kreative/r, Kulturschaffende/r? Und sind auch Sie es leid, sich dafür rechtfertigen zu müssen, für Ihre Tätigkeit das wohlverdiente Geld einzufordern? Können Sie Sätze wie "Kunst ist halt Luxus!" oder "Mit Kunst konnte man noch nie Geld verdienen!" einfach nicht mehr hören?

Dann können Sie endlich aufatmen; denn BOUTIQUE VRENI TM hat einige der unsäglichsten Sätze, denen KünstlerInnen und Kreative permanent ausgeliefert sind, gesammelt. UND: kurze und griffige Antworten dazu entwickelt. 

SCHLUSS MIT RECHTFERTIGUNG UND SCHLECHTEM GEWISSEN!

Heute der langerwartete und letzte Teil 3:
----> (zu Teil 1 gehts hier, und zu Teil 2 hier)



12 "Künstlerinnen und Künstler sollten nicht mehr Geld verlangen, denn anderen geht es ja noch schlechter."

Ein Totschlag-Argument. Polemisch und daher eigentlich nicht ernstzunehmen.
By the way: dem Großteil der Menschen in der Welt geht es schlechter, als uns in unsrer westlich- industrialisierten Welt. Halt, Stop ... es kann nur undifferenziert werden ...

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13 "Warum sollten Künstlerinnen und Künstler bevorzugt werden, in dem sie staatliche Förderungen erhalten?"

Weil Künstlerinnen und Künstler (meist) keine verwertbaren Produkte für den Markt hervorbringen. Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Ihre Aufgabe ist: Reflektion. Kommunikation. Das Experimentieren. Alles notwendig für das geistige und seelische Gedeien einer Gesellschaft. Lässt sich leider nur schwer unmittelbar verkaufen.
Im übrigen: Den Begriff "Förderung" wüssten wir gerne durch den Begriff "Investition" ersetzt. Gerne auch durch den Begriff "Honorar".

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14 "Staatliche Förderungen sind für Künstlerinnen und Künstler gar nicht gut, denn dadurch werden diese abhängig, und können nicht mehr frei arbeiten."


Wenn Künstlerinnen und Künstler von privaten Geldgebern Gelder erhalten, sind sie ebenso abhängig. Wenn nicht sogar mehr.
Wenn Künstlerinnen und Künstler GAR keine Gelder erhalten, landen sie bei ALG2. Oder auf der Straße.
Der Begriff "Frei" umschreibt hier wohl den Inhalt "Frei von GELD"

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15 "Kunst ist Luxus."

Falsch. Kunst ist notwendig für das geistige und seelische Gedeien einer Gesellschaft. Kunst und Kultur sind "Geistige Nahrung". Wussten offenbar schon die alten "Höhlenmenschen", die es ja trotz prekärer Lebensumstände schafften, Wandmalerein u.ä. zu verfertigen.
"Luxus" dagegen wären: Das neue Iphone. Der Flachbild-Fernseher. In-einer-Stunde-von-Frankfurt-nach-Köln-fahren-können. Brauch mensch alles nicht wirklich.



Donnerstag, 14. Juni 2012

Einige Tage im Mai ... BLOCKUPY in Frankfurt/Main

BLOCCUPY IM MAI ... Das war dieses lange Wochenende vom 16. bis zum 19. Main in Frankfurt am Main. Aus Furcht vor gewaltbereiten Demonstrierenden wurden Polizeiaufgebote sogar aus angrenzenden Bundesländer angefordert. Zwei Haltestellen des Öffentlichen Nachverkehrs wurden vorübergehend stillgelegt. Geschäfte wurden mit Brettern zu genagelt ...
Sehen Sie selbst im Folgenden erschütternde Bilder von gewaltbereiten handgemachten Pappschildern; gewaltbereiten Clownsmützen; gewaltbereiten Trommeln. Die Gewaltbereitschaft erreichte Ausmaße, wie sie sonst nur an Kirchetagen zu erleben sind! Oder an Kindergeburtstagen!

(Es waren 20.000 bis 25.000 Menschen zur Demonstration gekommen. Es passierte: Nichts.) 
 





















Samstag, 9. Juni 2012

Fahnen

Aus Anlass der Herren-Fußball-WM 2012 wollen auch wir es uns nicht nehmen lassen, unsere Häuserfront mit Fahnen zu schmücken. Wir grüßen die Regierungen der Ukraine, von Polen, die Fifa und natürlich alle aufrechten Fußballfans.

WE ARE FAMILY.

Meine italienische Flagge: die Fahne eines der
mittelalterlichen Areale der Stadt Arezzo/Toskana







Unsere Häuserfront in vollem Glanze.

Mittwoch, 23. Mai 2012

"Reden wir über Geld" / Teil II

Sind Sie KünstlerIn, Kreative/r, Kulturschaffende/r? Und sind auch Sie es leid, sich dafür rechtfertigen zu müssen, für Ihre Tätigkeit das wohlverdiente Geld einzufordern? Können Sie Sätze wie "Kunst ist halt Luxus!" oder "Mit Kunst konnte man noch nie Geld verdienen!" einfach nicht mehr hören? 

Dann können Sie endlich aufatmen; denn BOUTIQUE VRENI TM hat einige der unsäglichsten Sätze, denen KünstlerInnen und Kreative permanent ausgeliefert sind, gesammelt. UND: kurze und griffige Antworten dazu entwickelt. 

SCHLUSS MIT RECHTFERTIGUNG UND SCHLECHTEM GEWISSEN!
Heute Teil 2; (zu Teil 1 gehts hier. und zu Teil 3 hier.)


No. 7: "Wir wollen doch mit künstlerischer Arbeit nicht reich werden."
 

Angesichts der Tatsache (laut Künstler-Sozialkasse), dass nur 3% der Bildenden KünstlerInnen von ihrer künstlerischen Tätigkeit ihren Lebensunterhalt bestreiten können, reizt mich dieser oft gehörte Spruch von KünstlerkollegInnen zum lachen. aharhar ...
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No. 8: "Wir machen das ja nicht für's Geld."
 

Nö, "Kunst" machen wir nicht für's Geld. Gleichwohl (Achtung: Binsenweisheit!) brauchen wir Geld zum Leben, und zum KünstlerIn-Sein.

Wenn wir allerdings etwas Kreatives für KundInnen machen, machen wir das schon auch fürs Geld. Denn wir geben den KundInnen ja etwas, was hauptsächlich diese wollen. Und nicht wir. Und das kostet Geld.


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No. 9: "Künstlerinnen und Künstler jammern immer nur."

Eine probate Unterstellung, um jegliche Kritik ins Lächerliche zu ziehen. Reine Polemik, und daher nicht ernstzunehmen.

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No. 10: "Künstlerinnen und Künstler haben sich ihr Künstler-Sein selber ausgesucht, und dürfen sich deswegen nicht beschweren. Sie hätten auch einen anderen Beruf wählen können."

Ist diese Aussage wirklich durchdacht?

1. Es gibt keinen essentiellen Grund, weshalb künstlerische Tätigkeiten schlecht oder nicht bezaglt werden sollten. 


2. Welche Berufe SIND denn ökonomisch garantiert sicher?


3. Wenn alle, die sich nun nicht der Kunst zuwenden, stattdessen die wenigen anderen Berufe wählen, die ökonomisch sicher sind, dann gibt es nur noch ganz wenige Berufsgruppen. Andere Tätigkeiten sterben völlig aus. Ist das sinnvoll?


4. Wenn alle, die sich nun nicht der Kunst zuwenden, die wenigen anderen Berufe wählen, die ökonomisch sicher sind, dann sinkt genau diese ökonomische Sicherheit aufgrund des großen Angebots.


Kurz gesagt: Die Gleichung geht nicht auf.


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No. 11: "Kunst und Kultur müssen sich den gleichen ökonomischen Bedingungen stellen, wie alle anderen auch. Wenn ein Bäcker nicht genügend Brötchen verkauft, geht er ja auch pleite. Und erhält keine staatliche Förderung."

Kann man wirklich ALLE Tätigkeiten dem Prinzip "Verwertbarkeit" unterwerfen? Ich denke nicht: es kann nicht nur darum gehen, dass Produkte erzeugt, und verkauft werden, solange die Nachfrage da ist. Wenn es nur nach Nachfrage geht, wird irgendwann nur noch seichter Massengeschmack herrschen. Siehe Privatfernsehen. 

Kulturelle und Soziale Aspekte werden verschwinden. Es entstehen keine wirklichen Innovationen mehr. Es droht die Verrohung der Gesellschaft. Im übrigen sollten auch Bäcker, Schuhmacherinnen, Klein-Händlerinnen und Friseure subventioniert werden, wenn sie klamm sind. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden.

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FORTSETZUNG FOLGT, SOBALD DIESE ANTWORTEN ALLESAMT
AUSWENDIG UND/ODER EIGENTSTÄNDIG ERGÄNZT WORDEN SIND!


UND HIER NOCH MAL TEIL 1

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Dienstag, 22. Mai 2012

ATMEN / RESPIRARE

Keine Lust mehr auf die ganze Rennerei? Auf das ganze Hier und Da und Dort? Pause gefällig? Die folgenden Bilder schalten ab und atmen durch.

Die Bilder entstanden Anfang Mai 2012 während einer Wanderung in der Nassauischen Schweiz, zwischen Hofheim und Eppstein, an den Hängen des Lorsbachtals. Das ist im westlichen Taunus, in Hessen.
Auf einem der Fotos verbirgt sich u.a. der Baha'i-Tempel.





















Montag, 7. Mai 2012

"Reden wir über Geld" / Teil I

Sind Sie KünstlerIn, Kreative/r, Kulturschaffende/r? Und sind auch Sie es leid, sich dafür rechtfertigen zu müssen, für Ihre Tätigkeit das wohlverdiente Geld einzufordern? Können Sie Sätze wie "Kunst ist halt Luxus!" oder "Mit Kunst konnte man noch nie Geld verdienen!" einfach nicht mehr hören?

Dann können Sie endlich aufatmen; denn BOUTIQUE VRENI TM hat einige der unsäglichsten Sätze, denen KünstlerInnen und Kreative permanent ausgeliefert sind, gesammelt. UND: kurze und griffige Antworten dazu entwickelt. 

SCHLUSS MIT RECHTFERTIGUNG UND SCHLECHTEM GEWISSEN!

Wir haben das Material in handliche Lektionen von jeweils 6 bis 7 Sätzen & Anworten gegliedert und beginnen heute mit Teil 1:
!mittlerweile gibts es auch Teil 2 und Teil 3!




No. 1: "Kunst ist schön. Zum Leben notwendig ist sie jedoch nicht."
 

Das hängt davon ab, was mensch unter "Leben" versteht. Wenn mit "Leben" das rein organische Vegetieren gemeint ist, würden wir zustimmen. Aber ist es DAS, was wir uns unter "menschlichem Leben" vorstellen? Reicht das?

Ohne geistige Nahrung verkümmern Menschen. Und Kunst und Kultur sind "Geistige Nahrung". Wussten offenbar schon die alten "Höhlenmenschen", die es ja trotz prekärer Lebensumstände schafften, Wandmalereien u.ä. zu verfertigen.


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No. 2: "Mit Kunst kann man kein Geld verdienen. Das war schon immer so."
 

Wo steht denn DAS geschrieben? In der Bibel? Im Koran?

Dass etwas "schon immer so war", ist überraschender ÜBERHAUPT kein Argument DAFÜR, dass eine Sache für ewig so bleiben muss, wie sie ist. Vielleicht ist dieser Satz auch gar nicht als ernstzunehmendes Argument anzusehen; sondern als bloßer Versuch, eine unangenehme Sichtweise abzuwiegeln.
 

"Das war schon immer so. Das haben wir schon immer so gemacht", ist im übrigen eine beliebte Abwiegelung Neuerungs-resistenter "Führungskräfte".

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No. 3: "Wenn Künstlerinnen und Künstler gute Kunst machen, wird sich diese auch durchsetzen."

Ein weit verbreiteter Irrtum, dass sich Qualität und Leistung durchsetzen. Beispiel: Privat-Fernsehen: hier setzt sich durch, was dem Massengeschmack entspricht. Und das ist oft nicht schön und geistreich. 


Ansonsten setzen sich oft jene durch, die gut reden und sich gut verkaufen können; Ellenbogen-Mentalität und ein gewisser Tunnelblick sind ebenso hilfreich. Nun ja: auch DAS sind Qualitäten. Nur keine sehr angenehmen.

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No. 4: "Für künstlerische Projekte muss es keine Honorare geben. Denn so etwas ist ja auch immer eine Chance für die Künstler und Kreativen."
 
Klar ist es auch eine Chance. Leider kann mensch aber mit Chancen nicht an der Penny-Kasse zahlen. Und die Hausverwaltung sieht auch lieber eine monatliche Geld-Überweisung als eine "Chance". 


Kurzgesagt: Chancen alleine reichen nicht. Als Beiwerk: gerne.

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No. 5: "Gerade in der Kunst sollte es nicht immer nur um's Geld gehen."
 
Es sollte generell nicht immer nur um's Geld gehen. Wieso denn nur im Kunstbereich? 


By the way, wenn eine Person legitimierweise ihren Lebensunterhalt einfordert, dann geht es dieser Person wohl kaum "nur um's Geld". Aber warum erwähnen wir das überhaupt? Es ist eine Binsenweisheit.

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No. 6: "Künstler sollten sich nicht den Marktmechanismen unterwerfen, sondern frei und unabhängig arbeiten."
 
Das finde ich auch. Und es sollte für alle Menschen gelten. 


Da hilft nur: ein vernünftiges "Bedingungsloses Grundeinkommen".



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FORTSETZUNG FOLGT, SOBALD DIESE ANTWORTEN ALLESAMT
AUSWENDIG UND/ODER EIGENTSTÄNDIG ERGÄNZT WORDEN SIND!


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Mittwoch, 11. April 2012

LE MISTRAL - zwischen Sevennen und Rhône / TEIL 2

Teil 2 des bewegenden Bilderbogens aus der südfranzösischen Region, mit neuen, mitreißenden Eindrücken:

Ein strahlender Dienstagvormittag im März: der Mistral hat sich gelegt, und geschäftig drängen sich die Einheimischen auf dem wöchentlichen Markt im Städtchen St. Ambroix.
















Markt in St. Ambroix.
















Nach dem Durchwaten ergreift die Wanderin die Abenteuer-Lust:
warum nicht auch einmal in Badeschlappen wandern? (Dies sei jedoch NUR erfahrenen WanderInnen empfohlen!)
















Das Flussbett der Ceze: auch hier sind die Folgen der Trockenheit sichtbar, denn so wenig Wasser führt der Fluss sonst nur im Sommer, und nicht bereits im März.

















Szenenwechsel: Nur gute zwei Autostunden von der hügeligen Weingegend entfernt, Küstenstimmung: Die Kleinstadt Sete, gelegen am Mittelmeer, in der Nähe von Montpellier.
















Die Markthalle von Sete: noch herrscht geschäftiges Treiben am späten Vormittag. Aber ab 1 Uhr kehrt mittägliche Ruhe. Die mediterrane Mittagsruhe dauert je nach Region und Jahreszeit bis 15 oder gar 17 Uhr. Hektik und Stress lassen sich auf diese Weise gut im Zaum halten.
















Der Strand von Sete: im März ist die Luft noch frisch, und ebenso die Wassertemperatur. Leichter Dunst liegt über dem Sand und dem im Hintergrund erkennbaren Hügel auf der kleinen Halbinsel, auf der Teile von Sete liegen.
















Die mitteleuropäische Touristin genießt das Mittelmeer, und lässt subtil ihr Feuilleton-Wissen durchschimmern, indem sie den (Anfang 2012) aktuellen Roman von Christian Kracht nachstellt.
















Sete: Blick nach Süden auf das Mittelmeer. Jenseits des Horizonts lassen sich die Gestade Nordafrikas imaginieren.
















Auch die Meeresvögel lassen es sich in der Frühjahrssonne wohlsein: Eine Möwe auf dem Meeresfriedhof von Sete. Dieser ist unbedingt einen Besuch wert. Nicht nur ist die Aussicht aufs Meer berückend; auch liegt hier der französische Dichter Paul Valery begraben.
















Die Kneipe "L'Olivier" in der Innenstadt Sete, an einem der Bootskanäle.
Wir empfehlen ein köstliches Muschelgericht.
















Blick von oberhalb St.Victor-de-Malcap über die Ceze nach St. Ambroix.
















Der "Sentier Botaniques" rund um das ehemalige Kloster "La Chatreuse-de-Valbonne", heute eine Nervenheilanstalt, verspricht nicht nur exotische Flora, sondern auch kunsthandwerkliche Arbeiten, die am Wegesrand überraschen.
















Steinig und karg wirkt die Botanik an den Hängen bei Robiac, wo der steile Wanderweig zumindest anfänglich alpine Züge annimmt.
















Wanderweg bei Robiac: Weitblicke nach Norden auf die gegenüberliegenden Hügel des Ceze-Tales. Im Dunst sind kleine Weiler zu erkennen.
















"Champ Beau" wird dieses Areal südlich von Robiac genannt.
















Weißdorn lässt die kargen Hänge in strahlendem Weiß erstrahlen.
















Das Gut "Les Faysses". Gut sind die Terassen zu erkennen, ein typisches Merkmal der Landschaft, welches an vielen, mittlerweile verwilderten Stellen zeigt, dass diese Gegend in früheren Zeiten noch viel stärker bewirtschaftet wurde. Jedes Stückchen Erde wurde urbar gemacht.
















Unser Bilderbogen neigt sich dem Ende zu. Hier ein letzter Blick auf sanftwellige Wiesen bei Robiac.
















... Wir sind am Ende der Reise in den französischen Süden angelangt, und hoffen, dass Ihnen unsere Eindrücke gefallen, und Sie möglicherweise selber zum Reisen inspiriert haben.

Und falls Sie es noch nicht kennen: hier der TEIL 1 des Bilderbogens.