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Fahnen

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Aus Anlass der Herren-Fußball-WM 2012 wollen auch wir es uns nicht nehmen lassen, unsere Häuserfront mit Fahnen zu schmücken . Wir grüßen die Regierungen der Ukraine, von Polen, die Fifa und natürlich alle aufrechten Fußballfans. WE ARE FAMILY. Meine italienische Flagge: die Fahne eines der mittelalterlichen Areale der Stadt Arezzo/Toskana Unsere Häuserfront in vollem Glanze.

A Country for Old Men

Bleibt alles beim ziemlich Alten. Noch vor drei Tagen stellte ich auf Facebook die Frage, ob es denn allzu verwegen wäre, sich einmal vorzustellen, DER NÄCHSTE BUNDESPRÄSIDENT wäre NICHT weiß, männlich, hetero. Oder wenigstens EINES nicht dieser signifikanten Privilegien-Merkmale. Gut, es war klar, dass solch eine Vorstellung völlig verrückt ist. Und zwar nicht aus dem gern angeführten Grunde, dass es doch auf die Kompetenz ankäme und nicht auf Äußerlichkeiten wie Geschlecht und all das Gedöns; denn genau das ist leider ein frommer Wunsch, welchen die Realität Lügen straft, weiterhin. Leistung und Kompetenz lohnen sich eben NICHT notwendigerweise. So SOLLTE es sein; so IST es aber nicht (Abgesehen davon, dass nicht alle Menschen den gleichen Zugang zur Kompetenz, und die gleiche Möglichkeit zur Leistungserbringung haben). Faktisches und Normatives werden ja allzeit gerne verwechselt. Der Grund, weshalb meine Vorstellung so derart verrückt war, liegt in tiefliegenden gedanklich...

TEIL 2 OCCUPY – DIE KRITIK

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Natürlich gibt es auch viel Kritik an der "Occupy-Bewegung" : ... zu naiv und oberflächlich sei sie. ... Habe keine konkreten Forderungen. ... Sei eine "Lifestyle-" und "Wohlfühl-Bewegung". ... Ein intellektueller Überbau würde fehlen. ... "Hauptsache Dagegen" sei sie, und mache es sich gar zu einfach mit Slogans wie "gegen die Banken" und dem pauschalen und undifferenzierten "We are 99%". ... Gegenüber Antisemitismus grenze sie sich nicht genügend ab – gibt es doch unfassbarerweise noch immer genügend Menschen, welche "die Banken", wie einst die Nazis, mit "dem Weltjudentum" gleichsetzen. ... Gegenüber obskuren Gruppierungen wie der sektenartigen "Zeitgeist-Bewegung" grenze sie sich ebenso unzureichend ab. ... Als "Links" würde sie sich auch nicht definieren. ... Und immer wieder würden in Aufrufen, auf Flyer oder ähnlichem, Schlagworte verwendet, welche auch in nazionalsozialistischen ...

TEIL 1 OCCUPY – WIE ALLES BEGANN

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Es war Anfang Oktober, da las ich im Blog der Autorin Katja Kullmann einen Artikel über ihre USA-Reise. Darin erzählt sie, dass sie am 17. September in New York City war, also eben an jenem Tag, als es im südlichen Manhattan zur ersten großen OCCUPY WALLSTREET-Demo kam. Und als sie plötzlich das Gefühl hatte, dass sich etwas bewegt; ein Gefühl der „Lebendigkeit". Natürlich hatte ich schon am Rande von den OCCUPY-WALLSTREET-Demos gehört, und gedacht: "Wie toll, dass man jetzt auch in der westlichen Welt auf die Straße geht." Als ich nun Katja Kullmanns Artikel las, da konnte ich plötzlich auch dieses Gefühl der Lebendigkeit nachempfinden; ein Gefühl, dass nicht alles stillsteht, bzw. seinen unabänderlichen Gang geht (Stichwort: "alternativlos"); dass die gefühlte Ohnmacht kein Naturgesetz sein muss; sondern dass sich etwas ändern kann. Wenn man auch noch nicht so genau weiß, wie. Und ich dachte, " ach, wenn es sowas doch auch in Frankfurt gäbe (meine Nachb...

"DARF MAN DAS?"

Er tut`s schon wieder! Auch in diesem Sommer schreibt Deniz Yücel in der taz wieder seine Fußball-Kolumnen . Und diese, ihres Zeichens allerbösartigste Satire, schmeißen so ziemlich alle Ressentiments und kleingeistigen Vorurteile zusammen, die mensch sich nur vorstellen kann: Rassismus, Sexismus, Homophobie, Alters-Feindlichkeit, alles, was Sie wollen ... und dies in derart überspitzter Form, dass man so manches Mal laut loslachen muss (Wenn z.B. bemäkelt wird, dass Birgit Prinz mal wieder "unsere" Nationalhymne nicht mitsingen mag, und zudem noch ein verkniffenes Gesicht zeigt). Dann wieder bleibt einem das Lachen im Halse stecken : die reine Quantität dieser unappetitlichen Anhäufung von Stammtisch-Weltsicht lässt es einem buchstäblich hochkommen. Die Fußballerinen sind dann allesamt entweder "süße Babes" oder "Lesben mit schlechten Frisuren"; die nigerianischen Spielerinnen werden zu "Nigerinnen"; Birgit Prinz wird zu "Oma-Prinz...