Freitag, 21. November 2014

"MÄNNER RAUS!" - eine schweizer Initiative zwischen Kunst und Politik



In der Schweiz bedient die rechtskonservative SVP gerne rassistischer Ressentiments. Nun hat eine Initiative von Kulturschaffenden aus Basel ein Referendum initiiert, das ausländerfeinliche Kampagnen der Partei persifliert: "Männer raus!"

... denn nicht "Ausländer" seien durchschnittlich oft kriminell, sondern eben: Männer.

(mehr in der TAZ)

Das nimmt die Theologin und freie Autorin Ina Praetorius zum Anlass, um weiterzudenken: 

"Eine Debatte über hegemoniale Männlichkeit ist überfällig."

und dies ist ihr offenener Brief (einsehbar auf ihrer Face-Book-Seite) an den Initiator Christian Müller:

"Lieber Christian Müller,

auf meiner Facebookseite beginnt ganz sachte ein Gespräch darüber, wie wir diese Steilvorlage für eine überfällige Männlichkeitsdebatte kreativ aufnehmen können.
Erst wollte es natürlich niemand (inkl. mir selber) glauben, dass es sich tatsächlich um eine bereits bewilligte eidgenössische Volksinitiative handelt.

Als dann aber die NZZ Neue Zürcher Zeitung abwehrend schrieb, es handle sich nur um einen "politisch motivierten und unglücklichen Jux", wurde mir klar: da lässt sich anknüpfen. Aber wie?

Auf meine Frage in die virtuelle Runde, wer denn nun tatsächlich bereit wäre, sich für eine solche Initiative mit Unterschriftenbögen auf die Strasse zu stellen, kam erstmal Schweigen. Dabei sind wohl weit mehr als die Hälfte meiner friends feministisch bzw. postpatriarchal gesinnt und eigentlich längst zornig genug.

Wie also lässt sich intelligent anknüpfen? Diese Frage allein ist schon eine Debatte wert.
Reden wir also über den Zusammenhang von SVP, hegemonialer Männlichkeit, abstruser Abschottungspolitik, Gewalt, Kriminalität - und das alles im Blick auf die Zukunft (nicht nur!) der Schweiz.

Gibt es denn schon eine Szene, die sich Gedanken macht über eine solche Debatte und wie sie geführt werden könnte?
Was können wir konkret tun?

Mit einem herzlichen Gruss aus dem wilden Osten
von Ina Praetorius"



p.s. Christian Müller hat die schöne Email-Adresse: obermacker@maenner-raus.ch

p.s. bleibt eine Frage: WOHIN mit den ausgewiesenen Männer? Auf die dunkle Seite des Monds?


Dienstag, 28. Oktober 2014

Dienstag, 30. September 2014

WEATHER REPORT - am Schladminger Höhenweg 2014 :: TEIL 5

Der Schladminger Höhenweg ist ein Hüttenwanderweg in den Schladminger Tauern südlich des Dachstein-Massivs (Obersteiermark / Österreich). Im August 2014 gingen wir (mit Schlenkern) fünf Etappen mit 4 Übernachtungen.






Etappe 5

Montag, 18. August 2014 :: 

Von der Preintaler Hütte (1657m) zu den Riesach-Fällen (1079m), unserem End-Punkt.



Der letzte Morgen am Berg.

Blick zurück auf die Preintaler Hütte.

Verwunschener Pilz.

Die Berg- und Waldpfade hinter uns gelassen: Das Hochtal entlang des Riesach-Bachs.
Hier geht ein Almweg sanft dahin.

... hier finden sich auch diverse Alm-Gasthäuser.

Der Riesachsee.

Blick zurück nach Süden.

 
Ganz am Ende noch ein Highlight:
nach dem lieblichen Almeeg folgt hier der Einstieg ...

... in den Wasserschaupfad der Riesachfälle ...

... versicherte Wege und Leitern führen entlang spektakulärer Wasser-Spiele.

... und über diese Hängebrücke müssen wir auch *schnatter*

... unter dieser Hängebrücke geht's ganz schon runter.

Glücklicherweise gibt es HIER grad mal keinen "Gegenverkehr".
Die meisten Leute gehen diesen Wasserschaupfad
nämlich von unten nach oben, im Gegensatz zu uns ...

Alles geschafft. Und mildes, überhebliches Lächeln
über die ganzen Tagestouristen in ihren Halbschühchen ...

the end : der Parkplatz an den Riesach-Fällen.


DAS WAR'S FÜR DIESES JAHR.

WEATHER REPORT - am Schladminger Höhenweg 2014 :: TEIL 4

Der Schladminger Höhenweg ist ein Hüttenwanderweg in den Schladminger Tauern südlich des Dachstein-Massivs (Obersteiermark / Österreich). Im August 2014 gingen wir (mit Schlenkern) fünf Etappen mit 4 Übernachtungen.






Etappe 4

Sonntag, 17. August 2014 :: 

Von der Golling-Hütte (1641m) via Klaffer-Kessel zur Preintaler Hütte (1657m)


Die Zacken des Rauhenberg. Noch sehr rauh.

Blick zurück auf die Golling-Hütte.

Blick Richtung Hochgolling. Von dort irgendwo wären wir gestern hergekommen,
wenn wir nicht die kluge Idee einer Etappen-Umgehung gehabt hätten. Gut so.

Da! Lichtstrahlen! Blaue Flecken!

... für uns geht es zunächst mal ziemlich steil auf glitschigen Pfaden
schnurstracks hinauf Richtung Greifenberg-Sattel

Seilversicherte Wegstrecken machen stets Eindruck.
Bitte die gähnende Tiefe des Talgrunds im Hintergrund zu beachten.

... Eisenhaken in der Wand.





Was ist diese weiße Überzuckerung hoch droben? ...

Blick zurück auf den "Hochgolling" (2869m). Es hat geschneit.

Blick zurück nach Westen.

Mehr und mehr Fernblicke tun sich auf.

Geröll. Die große Stille.

Endlich am Greifenstein-Sattel. Die Sonne.
Die Aussichten.

Luis-Trenker-Gepose für die Kamera.

Der erste von vielen Seen.

Der "Greifenstein" (2618m).
Da hinauf.

Der Hochgolling im gleißenden Sonnenlicht.

Selfie.
Es hieß früher "Selbstauslöser"

Laut Karte könnte das der Lungauer Klaffersee sein.

Aufstieg zum Greifenstein, Blick zurück, links hinten wieder der Hochgolling.

Das weiße Zeug: Kein Schnee, sondern Rauhreif.

Der Gipfel des Greifenstein in greifbarer Nähe.

.... und das ist er nun: der spektakuläre Klafferkessel ...

... und da bewegen wir uns nun hinab ...



Moospolster in strahlendem Grün.

Kleine und große Seen: der Klaffer-Kessel ist übersäät davon.
Mittenhindurch führt unser Weg.

Obligatorisches Fußfoto. Es ist sehr kalt.
Von wegen "Baden in Bergseen", alles Hirngespinnste!

Weil man ja immer vergleichen muss: sieht aus wie Norwegen.

Schöne Schnee-Brücken. Auch alles von der letzten Saison.

Jetzt noch mal ein Hatscher hinunter durchs Lämmer-Kar.

Laut Karte wohl das Äußere Lämmerkar. Wo bleibt bloß die Hütte??

Und da ist sie. Die Preintaler-Hütte. Eine sonnige Bank. Mit Topfen-Strudel.
Paradies.

Alles ward gut.
Vor der Hütte in der Sonne herumhängen.


... unsere Tour nähert sich dem Ende. Nur der Abstiegstag fehlt noch.
Sehen Sie hier: