Montag, 7. Mai 2012

"Reden wir über Geld" / Teil I

Sind Sie KünstlerIn, Kreative/r, Kulturschaffende/r? Und sind auch Sie es leid, sich dafür rechtfertigen zu müssen, für Ihre Tätigkeit das wohlverdiente Geld einzufordern? Können Sie Sätze wie "Kunst ist halt Luxus!" oder "Mit Kunst konnte man noch nie Geld verdienen!" einfach nicht mehr hören?

Dann können Sie endlich aufatmen; denn BOUTIQUE VRENI TM hat einige der unsäglichsten Sätze, denen KünstlerInnen und Kreative permanent ausgeliefert sind, gesammelt. UND: kurze und griffige Antworten dazu entwickelt. 

SCHLUSS MIT RECHTFERTIGUNG UND SCHLECHTEM GEWISSEN!

Wir haben das Material in handliche Lektionen von jeweils 6 bis 7 Sätzen & Anworten gegliedert und beginnen heute mit Teil 1:
!mittlerweile gibts es auch Teil 2 und Teil 3!




No. 1: "Kunst ist schön. Zum Leben notwendig ist sie jedoch nicht."
 

Das hängt davon ab, was mensch unter "Leben" versteht. Wenn mit "Leben" das rein organische Vegetieren gemeint ist, würden wir zustimmen. Aber ist es DAS, was wir uns unter "menschlichem Leben" vorstellen? Reicht das?

Ohne geistige Nahrung verkümmern Menschen. Und Kunst und Kultur sind "Geistige Nahrung". Wussten offenbar schon die alten "Höhlenmenschen", die es ja trotz prekärer Lebensumstände schafften, Wandmalereien u.ä. zu verfertigen.


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No. 2: "Mit Kunst kann man kein Geld verdienen. Das war schon immer so."
 

Wo steht denn DAS geschrieben? In der Bibel? Im Koran?

Dass etwas "schon immer so war", ist überraschender ÜBERHAUPT kein Argument DAFÜR, dass eine Sache für ewig so bleiben muss, wie sie ist. Vielleicht ist dieser Satz auch gar nicht als ernstzunehmendes Argument anzusehen; sondern als bloßer Versuch, eine unangenehme Sichtweise abzuwiegeln.
 

"Das war schon immer so. Das haben wir schon immer so gemacht", ist im übrigen eine beliebte Abwiegelung Neuerungs-resistenter "Führungskräfte".

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No. 3: "Wenn Künstlerinnen und Künstler gute Kunst machen, wird sich diese auch durchsetzen."

Ein weit verbreiteter Irrtum, dass sich Qualität und Leistung durchsetzen. Beispiel: Privat-Fernsehen: hier setzt sich durch, was dem Massengeschmack entspricht. Und das ist oft nicht schön und geistreich. 


Ansonsten setzen sich oft jene durch, die gut reden und sich gut verkaufen können; Ellenbogen-Mentalität und ein gewisser Tunnelblick sind ebenso hilfreich. Nun ja: auch DAS sind Qualitäten. Nur keine sehr angenehmen.

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No. 4: "Für künstlerische Projekte muss es keine Honorare geben. Denn so etwas ist ja auch immer eine Chance für die Künstler und Kreativen."
 
Klar ist es auch eine Chance. Leider kann mensch aber mit Chancen nicht an der Penny-Kasse zahlen. Und die Hausverwaltung sieht auch lieber eine monatliche Geld-Überweisung als eine "Chance". 


Kurzgesagt: Chancen alleine reichen nicht. Als Beiwerk: gerne.

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No. 5: "Gerade in der Kunst sollte es nicht immer nur um's Geld gehen."
 
Es sollte generell nicht immer nur um's Geld gehen. Wieso denn nur im Kunstbereich? 


By the way, wenn eine Person legitimierweise ihren Lebensunterhalt einfordert, dann geht es dieser Person wohl kaum "nur um's Geld". Aber warum erwähnen wir das überhaupt? Es ist eine Binsenweisheit.

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No. 6: "Künstler sollten sich nicht den Marktmechanismen unterwerfen, sondern frei und unabhängig arbeiten."
 
Das finde ich auch. Und es sollte für alle Menschen gelten. 


Da hilft nur: ein vernünftiges "Bedingungsloses Grundeinkommen".



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FORTSETZUNG FOLGT, SOBALD DIESE ANTWORTEN ALLESAMT
AUSWENDIG UND/ODER EIGENTSTÄNDIG ERGÄNZT WORDEN SIND!


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