Freitag, 27. Januar 2012

Gemeinweisen abschalten?

Das Berliner Manifest von HABEN UND BRAUCHEN

Es gibt sie doch! Kulturschaffende, die sich nicht in Affirmation und Selbstausbeutung gefallen, sondern den Mund aufmachen: Die seit 2011 in Berlin tätige Aktionsgruppe HABEN UND BRAUCHEN hat ein tolles Manifest verfasst über die Situation von Kulturschaffenden. Hier wird aufgeräumt mit dem immer noch vorhandenen romantisierenden Künstler-Mythos.

BOUTIQUE VRENI TM hat als Appetizer einige Zitate aus dem Manifest zusammengestellt, die garantiert Lust auf das Ganze machen. Unbedingt lesen.


"Unserer Meinung nach brauchen Kulturschaffende heute zuallererst eine Absicherung ihrer Produktionsbedingungen (und nicht notwendigerweise eine neue Kunsthalle)"

"Was in der Kunst Gestalt annimmt, ist somit ein kollektiver gesellschaftlicher Prozess, der alle betrifft. Diese Bedeutung von Kunst leugnet, wer sie in den Bereich des privaten Konsums abdrängt oder als rein wirtschaftliches Spekulationsobjekt behandelt"

"Die Unterwerfung der kulturellen Öffentlichkeit unter den ökonomischen Imperativ bedeutet deren Enteignung!"

"Die Ironie liegt darin, dass die derzeitige Abschaffung des Gemeinswesens unter Berufung auf das Ideal von der künstlerisch "kreativen" Einzelgängerin (die sich schon irgendwie zu organisieren weiß) gerechtfertigt wird. Neoliberales Wunschdenken stellt Kunst und Kultur so dar, als ginge es primär um das Kapital Kreativität."

"Die Umtriebigkeit künstlerischer Produzentinnen lässt sich nicht losgelöst betrachten von der schieren Existenznot, die oft genug deren Lebens- und Arbeitsbedingungen bestimmt: Wer viel macht, tut dies sicher, weil sie es will, aber genauso oft eben auch, weil sie nicht anders kann."

"In bestimmten Bereichen der Wirtschaft mag die Faustregel "activity creates income" gelten. In der Kunst nicht. Umtriebigkeit bedeutet hier nicht zwangsläufig Einkommen, sondern oft einfach Armut, die sich bereitwillig selbst erhält."

"HABEN UND BRAUCHEN sagen: Die Gesellschaft muss Verantwortung für den Erhalt des Gemeinwesens übernehmen. Sie darf sich nicht selbst abschaffen! Erst recht nicht in unserem Namen!"

"Weil Kunst ihren Ort im Herzen des Gemeinwesens hat und die Auseinandersetzung mit grundsätzlichen, gesellschaftlichen Problemen sucht, wird sie umgekehrt oft ungeschützt denjenigen Widersprüchen ausgesetzt, die eine Gesellschaft in sich trägt. Der öffentliche Lobgesang auf Kreativität und Innovation (im Namen der Kunst) als Begleitmusik zur Privatisierung des Gemeinwesens ist dabei nur ein Beispiel."

"Die Tätigkeiten von Kulturschaffenden müssen dabei unfreiwillig Pate stehen für die Glamourisierung des Freiberuflertums in allen Sparten, wo deregulierte Arbeit gestalterische Züge trägt und mit Kommunikation zu tun hat."

"In Bezahlung drückt sich jedoch gesellschaftliche Anerkennung aus. Anerkannt wird in dieser Form derzeit aber vor allem Arbeit, die an ihrer Produktivität – sprich, den hergestellten Produkten – gemessen werden kann. Doch Warenförmigkeit ist nicht notwendigerweise Ziel künstlerischer Arbeit"

"ein großer Anteil der Zeit, die künstlerische Arbeit ausmacht, ist durch andere Tätigkeiten bestimmt: nachdenken, recherchieren, vorbereiten, einüben und auch wieder verwerfen müssen, scheitern, Abstand gewinnen, um wieder klarer sehen, Erfahrungen machen, mit ihnen umgehen, sie reflektieren, sie sich setzen lassen und in mäandernden Prozessen auf sie zurückkommen, oder auch nicht."

"Kulturelle Arbeit ist vergleichbar mit wissenschaftlichen Arbeitsprozessen: sie wird fast immer im Selbstauftrag erbracht und kostet Zeit und Geld."

"Eine Gesellschaft, die daran interessiert ist, dass es in ihr Kunst gibt, steht deshalb in der Verantwortung gegenüber Kunstschaffenden, dafür zu sorgen, dass es Raum und Zeit gibt, in denen Kunst entstehen kann."
"In der Kunst geht es nicht mehr nur darum, ein Artefakt her-zustellen und dann aus-zustellen. Zwar spielen klassische Formate wie Ausstellungen, Aufführungen und Publikation weiterhin keine unwesentliche Rollen. Sie zeigen heute aber häufig auch nur Aus- oder Abschnitte aus Projekten (...)"

"Künstlerische Arbeit versteht sich heute zunehmend auch als Bildungs- und Demokratiearbeit. Das heißt, sie findet nicht nur im Kunstfeld statt, sondern geht in andere gesellschaftliche Bereiche (Bildungsvermittlung, Soziopolitik, Ökologie, Medien, Musik ...)"

"Dabei ist es jedoch nicht Aufgabe der Kunst, den Abbau des Sozialstaats erträglicher zu machen. Wenn sich Künstler etwa in der Stadtteilkulturarbeit engagieren, darf dies nicht als Ausgleich für die Anomien eines sich zurückbildenden Sozialstaats eingeplant werden."

"Das Verhältnis neoliberaler Populisten zur Kunst ist schizophren: Einerseits werden Künstler als "Kreative" gefeiert, andererseits wird die Rolle der Kunst bei der Schaffung des Gemeinwesens (ebenso wie ihre Abhängigkeit von ihm) verleugnet und Künstlerinnen die öffentliche Unterstützung entzogen. Dieser Logik der Verleugnung ist zu widersprechen! Künstlerische Tätigkeiten müssen angemessene gesellschaftliche Anerkennung als Arbeit finden. Anerkennung meint hier: das Recht auf das Einfordern angemessener Bezahlung und Teilhabe an gesellschaftlichen Entsheidungsprozessen."

""Content" – künstlerischer und geistiger Inhalt – wird zunehmend als frei verfügbare Resource behandelt."

Und hier einige konkrete Vorschläge und Forderungen:

"(...) die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit dem kulturellen Leben der Stadt, zu dem sie beitragen, und also freien Eintritt zu Museen, Theatern und Bibliotheken."

"(...) Vorhandensein von bezahlbaren Arbeitsräumen (Ateliers, Werkstätten, Projekträumen)"

"(...) ein gewisses Grundeinkommen, das die Fortführung der künstlerischen Arbeit ermöglicht"

"HABEN UND BRAUCHEN fordern Mindestlöhne für Kulturarbeiter! Stundenlöhne von 4€ sind nicht akzeptabel!"

"Honorare für Künstlerinnen und andere Kulturschaffende müssen endlich als legitimer Posten in Förderanträgen und Abrechnungen"


UND HIER KANN MENSCH SICH DAS GUTE STÜCK ALS GANZES RUNTERLADEN, AUSDRUCKEN UND IN RUHE LESEN :)

Samstag, 7. Januar 2012

KREATIV IM SCHRANK 2012



Mitte 2009 war es, da fand sich bei der Recherche nach Kulturförderung und Stipendien für Künstlerinnen und Künstler etwas Kurioses im Internet: Ein Stipendium in einem Schrank. In einem Atelier in Offenbach/Main (dieser kleinen Schwester Frankfurts mit dem spröden Flair). Zwei Wochen konnte man da in einem Möbelstück verbringen, so eine Art Artist-In-Residence. Und einen Katalog sollte es auch dazu geben, wenn auch nur mit zwei Seiten und als PDF. Drucken hätte man die Publikation dann auch lassen können, auf eigene Kosten, versteht sich.

Der Künstler Jos Diegel hat das Stipendium dann erhalten, ein nett anzuschauender, junger Mann aus dem Umfeld der Jury, der bis dato schon einige Auszeichnungen erhalten hatte.


Oktober 2009: der Offenbacher Oberbürgermeister und Kulturdezernent
Horst Schneider überreicht das Stipendium an den Künstler Jos Diegel.
Im Hintergrund: Eva Moll und Verena Lettmayer von der Jury.


Der Künstler an sich ist bekanntlich bescheiden. Wir wollen ja nicht reich werden damit. Und es ist ja auch schön, sich mal so richtig austoben zu können, mit den eigenen Ideen. Geld ist da nun mal nicht so wichtig. Wenn's das wäre, hätte man halt keine Künstler*innen werden sollen. Das ist nicht immer einfach, doch so ist es nunmal.

Übrigens: Eine wunderbare Sache, dass Künstler*innen (in der Tat handelt es sich um Künstlerinnen, nämlich Verena Lettmayer, Ruth Luxenhofer, Charlotte Malcolm-Smith und Eva Moll), endlich mal Eigeninitiative ergreifen, und sich gegenseitig helfen. Und sich nicht immer nur beklagen und Geld vom Staat wollen, oder sogar Honorare aus der Privatwirtschaft.

Belohnt wurde das Engagement im Sommer 2010 denn auch mit einer Förderung der Frankfurter Stiftung MAECENIA mit einem ansehnlichen Geldbetrag von 1.000 Euro.


Die Jury: Verena Lettmayer, Eva Moll, Charlotte Malcolm-Smith
und Ruth Luxenhofer.



Kreativität ist angesagt. Ein Schrank als Stipendiums-Ort, das ist doch wirklich witzig. Und spannend. Was da so alles passieren kann in diesem ungewöhnlichen Kontext. Flexibilität ist ebenso angesagt. Vor allem für die Stipendiat*innen. Denn so ein Schrank, also, groß ist er nicht!

Aber jeder weiß, dass Beschränkung die Kreativität fördert. Das ist so. "Not macht erfinderisch", meint der Volksmund, und das zurecht. Nicht umsonst funktioniert in vielen Künstler-Ateliers die Heizung nicht richtig. Das gibt dem ganzen im übrigen auch so einen rauhen Charme ... Da kann man schon ins Träumen geraten, und wünscht sich, auch zu den Glücklichen zu gehören, die ihren künstlerischen Neigungen nachgehen dürfen.


Kurz und Gut: 2011 wurde das "Schrank-Stipendium" ein zweites Mal ausgeschrieben. Diesmal gab es gleich sechs Preisträger*innen, plus einen Sonderpreis. Der Jury war diesmal eine gewisse Diversität wohl auch sehr wichtig, so gendermäßig, mit Migrationshintergrund, und solche Sachen. Die Liste der Stipendiat*innen liest sich denn auch unheimlich vielfältig und spannend:



Im Uhrzeigersinn: Katja Kullmann, Stefan Stichler,
Ulrike Knobloch, Vládmir Combre de Sena, Barbara Greul-Aschanta,
Torstn Kauke ("SUPERSTOLK"), Bernd Thiele,
Jörg Ritter ("SUPERSTOLK").


Barbara Greul-Aschanta plant eine Installation über einen Tag mit JFK und dessen Lieblingsdichter Alan Seeger. – Der Filmemacher Bernd Thiele hat ein ganzes Programm an Aktivitäten vorbereitet, von denen einige auch als Interaktion mit dem Publikum gedacht sind. – Stefan Stichler wird über die Hängesituation und den Faltenwurf im Schrank reflektieren. – Die Autorin Katja Kullmann, die bereits vor 10 Jahren mit "Generation Ally", und nun wieder mit ihrem aktuellen Buch "Echleben" einen Bestseller gelandet hat, tritt, parallel zur Buchmesse im Herbst, in Offenbach ihr erstes Stipendium überhaupt an. – Ulrike Knobloch tritt mit dem Schrank in den öffentlichen Raum, und möchte einen Dialog mit Passant*innen initiieren – Vládmir Combre de Sena, Mitbetreiber des Frankfurter Kultur-Vereins "eulengasse", baut den Schrank en miniature nach, und wird das Original verbrennen. Eine provozierende Aktion zum Schluss!


Der Sonderpreis ging an die Band SUPERSTOLK (aka Torstn Kauke & Jörg Ritter), die mit ihrem vorausschauenden Hit "Ansonsten Schrank" bereits in den 90er Jahren Triumphe feierte.

... Bei so viel kreativer Vielfalt sind wir schon sehr gespannt, was uns 2012 an neuen schöpferischen Ideen und Positionen erwartet. Die Stipendiat*innen werden ihren Aufenthalt im Schrank nacheinander, über das ganze Jahr verteilt, antreten. Das erste Highlight des neuen Jahres wird das Projekt von Bernd Thiele sein, der sein Stipendium ab dem 3. Februar absolviert. Die Details werden nach unseren Informationen rechtzeitig bekanntgegeben.


Katja Kullmann, Stefan Stichler, Ulrike Knobloch, Barbara Greul-Aschanta,
Torstn Kauke ("SUPERSTOLK"), Jörg Ritter ("SUPERSTOLK"), Bernd Thiele.



... Also werden wir am Ball bleiben, und dieses spannende Projekt weiterhin verfolgen. Denn das hat Potential, und könnte die Kunstwelt revolutionieren. Eine neue Autonomie der Kunst könnte sich hier entwickeln, unabhängig von ökonomischen Zwängen (Denn das ist es ja, was Geld letztlich bedeutet!).

Mit Eigeninitiative, Fleiß und Kreativität geht es voran!


In diesem Sinne, beste Grüße, Ihre Boutique Vreni!

Montag, 2. Januar 2012

EINE BESSERE WELT - JA WIE DENN?!



Letztes Jahr ging's wirklich rund in der Welt, so wie wir ("wir" heißt immer: ich und du und alle, die wir kennen), so wie wir sie erlebt haben ... neben schlimmen Natur- und GAR nicht so natürlichen Katastrophen gab es auch einige Sachen, die unser Herz höher schlagen ließen; zu diesen gehörten die Leute, die millionenfach, rund um den Globus, auf die Straße gingen. Weil sie eine andere Welt wollen, eine Welt, die besser für alle ist.

Transgenialer CSD in Berlin/Kreuzberg, 25. Juni 2011

... das erste Ereignis dieser Art, welches ich miterleben durfte (und wollte), war der transgeniale Christopher-Street-Day in Berlin; dann der Slutwalk in vielen Städten der Welt (und auch in Frankfurt/M., yeah!) ... es folgten zahllose Occupy-Demos und Banken-Umzingelungen im Herbst; und nicht zuletzt die Kundgebungen gegen den katastrophalen Fluglärm aufgrund der neuen Landebahn des Frankfurter Flughafens ... und das waren nur die Sachen, an denen ich selber irgendwie teilhatte.

Slutwalk, Frankfurt/Main, 13. August 2011

Ganz viele von uns sind also nun empört; und verspüren plötzlich ein Gefühl der Selbstermächtigung; ein Gefühl, welches die latente Ohnmacht(die bis dato immer wieder zuschnappte, und das Bewusstsein in Lähmung versetzte) auf einmal zu überwinden schien. Jedenfalls ging es mir so; und das war wunderbar.

Occupy, Frankfurt/Main, 15. Oktober 2011

Jetzt stellt sich aber die Frage, diese Frage: "Wir sind empört! Und jetzt?" ... Die "Banken" sind immer noch da, und der Hunger in der Welt auch, und meine Existenzangst, und überhaupt, kann mensch denn da überhaupt was dran ändern? WAS TUN?

Parallel: Umzingelung des Frankfurter Bankenviertes,
und des Berliner Regierungs-Viertels
(hier: Frankfurt/Main), 12. November 2011


Der
Blogger Jacob Jung hat sich im FREITAG diesselbe Frage gestellt, zum rechten Zeitpunkt. Und macht sogleich einige konkrete Vorschläge, wie mensch die berechtigte Empörung und Wut in konstruktive Verhaltensweisen umsetzen kann. Das ist eine feine Sache: da hat mensch etwas Konkretes und Realistisches zu tun. Und kommt sich gleich nicht mehr so ohnmächtig vor. Im folgenden werden wir die einzelnen Vorschläge noch mal kurz anreißen, so als Appetizer:

1. Informieren und Prüfen – eine Grundlage für aufgeklärte Menschen; hier darauf achten, nicht nur eines, sondern diverse Nachrichten-Medien zu nutzen, auch möglichst unabhängige, z.B. Blogs. 2. Diskutieren und Publizieren – mit Leuten im eigenen Umfeld. Im Internet. via Leserbriefe. Themen ansprechen, und eigenen Gedanken und Ideen selber publizieren. 3. Beteiligen und Engagieren – sich engagieren, via Petitionen, in Gruppen, Parteien, Organisationen. 4. Wählen und Demonstrieren – Nutzen der demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten. 5. Konsumieren und Selektieren – Beim Einkaufen auf Nachhaltigkeit und Faire Produkte achten. Bei Klamotten, Lebensmitteln. Oder Banken. 6. Zivilcourage und Widerstand – Bei Unrecht im eigenen Umfeld nicht schweigen. 7. Am Ball bleiben und kreativ werden – Nicht aufgeben. Es dauert halt alles. Aber irgendwas geht immer.

Selbstzufriedene Demonstrierende unserer Boutique Vreni
(Frankfurt/Main), 15. Oktober 2011

"Lassen Sie sich die Verantwortung für unsere Lebensumstände nicht aus der Hand nehmen und werden Sie selber zum Teil einer besseren Gesellschaft: Sie sind viel mehr, als Sie denken."

GENAU DAS wollen wir hören :)

MUSIC IS MY GIRLFRIEND 2011

INTRO und SPEX kredenzen uns wieder einmal die Jahrescharts in Form von Listen Listen Listen. Aber nicht nur "Jungsmagazine" könnens: auch BOUTIQUE Vreni liebt Listen. Und Musik. Daher hier unsere Liste mit feiner Musik, die uns 2011 über den Weg gelaufen ist, teils neu, teils reifer ...
* * *
includes Selbstermächtigungshymne 2011
"BORN THIS WAY"

* * *

1. Kathryn Calder "Slip Away"


2. Bon Iver "Holocene"

3. Beth Ditto "I Wrote The Book"

4. Jens Friebe "Theater"

5. Hercules and Love Affair "Answers Come in Dreams"

6. Tocotronic "Im Zweifel für den Zweifel"

7. zZz "Loverboy"
8. John Maus "Just Wait Til Next Year"

9. Austra "The Beat And The Pulse"

10. Jessica 6 "White Horse"

11. Foster the People "Pumped Up Kicks"

12. Men "Off Our Backs"

13. Veruca Salt "Seether"

14. Light Fires "Ten Feet Tall"

15. Dance Yourself to Death "We Are All Made of Stone"

16. Crazy Bitch in a Cave "On Top"

17. Aérea Negrot "The Alphabet"

18. Planningtorock - The Breaks

19. Lykke Li 'Sadness Is a Blessing'

20. Lady Gaga "Born This Way"