Mittwoch, 11. April 2012

LE MISTRAL - zwischen Sevennen und Rhône / TEIL 2

Teil 2 des bewegenden Bilderbogens aus der südfranzösischen Region, mit neuen, mitreißenden Eindrücken:

Ein strahlender Dienstagvormittag im März: der Mistral hat sich gelegt, und geschäftig drängen sich die Einheimischen auf dem wöchentlichen Markt im Städtchen St. Ambroix.
















Markt in St. Ambroix.
















Nach dem Durchwaten ergreift die Wanderin die Abenteuer-Lust:
warum nicht auch einmal in Badeschlappen wandern? (Dies sei jedoch NUR erfahrenen WanderInnen empfohlen!)
















Das Flussbett der Ceze: auch hier sind die Folgen der Trockenheit sichtbar, denn so wenig Wasser führt der Fluss sonst nur im Sommer, und nicht bereits im März.

















Szenenwechsel: Nur gute zwei Autostunden von der hügeligen Weingegend entfernt, Küstenstimmung: Die Kleinstadt Sete, gelegen am Mittelmeer, in der Nähe von Montpellier.
















Die Markthalle von Sete: noch herrscht geschäftiges Treiben am späten Vormittag. Aber ab 1 Uhr kehrt mittägliche Ruhe. Die mediterrane Mittagsruhe dauert je nach Region und Jahreszeit bis 15 oder gar 17 Uhr. Hektik und Stress lassen sich auf diese Weise gut im Zaum halten.
















Der Strand von Sete: im März ist die Luft noch frisch, und ebenso die Wassertemperatur. Leichter Dunst liegt über dem Sand und dem im Hintergrund erkennbaren Hügel auf der kleinen Halbinsel, auf der Teile von Sete liegen.
















Die mitteleuropäische Touristin genießt das Mittelmeer, und lässt subtil ihr Feuilleton-Wissen durchschimmern, indem sie den (Anfang 2012) aktuellen Roman von Christian Kracht nachstellt.
















Sete: Blick nach Süden auf das Mittelmeer. Jenseits des Horizonts lassen sich die Gestade Nordafrikas imaginieren.
















Auch die Meeresvögel lassen es sich in der Frühjahrssonne wohlsein: Eine Möwe auf dem Meeresfriedhof von Sete. Dieser ist unbedingt einen Besuch wert. Nicht nur ist die Aussicht aufs Meer berückend; auch liegt hier der französische Dichter Paul Valery begraben.
















Die Kneipe "L'Olivier" in der Innenstadt Sete, an einem der Bootskanäle.
Wir empfehlen ein köstliches Muschelgericht.
















Blick von oberhalb St.Victor-de-Malcap über die Ceze nach St. Ambroix.
















Der "Sentier Botaniques" rund um das ehemalige Kloster "La Chatreuse-de-Valbonne", heute eine Nervenheilanstalt, verspricht nicht nur exotische Flora, sondern auch kunsthandwerkliche Arbeiten, die am Wegesrand überraschen.
















Steinig und karg wirkt die Botanik an den Hängen bei Robiac, wo der steile Wanderweig zumindest anfänglich alpine Züge annimmt.
















Wanderweg bei Robiac: Weitblicke nach Norden auf die gegenüberliegenden Hügel des Ceze-Tales. Im Dunst sind kleine Weiler zu erkennen.
















"Champ Beau" wird dieses Areal südlich von Robiac genannt.
















Weißdorn lässt die kargen Hänge in strahlendem Weiß erstrahlen.
















Das Gut "Les Faysses". Gut sind die Terassen zu erkennen, ein typisches Merkmal der Landschaft, welches an vielen, mittlerweile verwilderten Stellen zeigt, dass diese Gegend in früheren Zeiten noch viel stärker bewirtschaftet wurde. Jedes Stückchen Erde wurde urbar gemacht.
















Unser Bilderbogen neigt sich dem Ende zu. Hier ein letzter Blick auf sanftwellige Wiesen bei Robiac.
















... Wir sind am Ende der Reise in den französischen Süden angelangt, und hoffen, dass Ihnen unsere Eindrücke gefallen, und Sie möglicherweise selber zum Reisen inspiriert haben.

Und falls Sie es noch nicht kennen: hier der TEIL 1 des Bilderbogens.

Freitag, 6. April 2012

LE MISTRAL - zwischen Sevennen und Rhône / TEIL 1

Bilderbogen über eine Region zwischen Nord- und Südeuropa. Zwischen Sevennen und Rhône. Zwischen Weinbergen und schroffen Felsschluchten. Zwischen abgelegenen Mittelgebirgen und dem Mittelmeer. Gelegen südlich von Lyon, östlich der Provence, im Languedoc-Roussillon.

Unsere Reise beginnt bei Pont-St. Esprit, wo die Ardeche in die Rhône mündet:
















Von Bagnols-sur-Ceze, auf der Höhe von Orange, schlängelt sich eine schmale Straße östlich ins Valle du Ceze.

















Saint Victor-de-Malcap
















Zarte Morgenröte: Der Kirchturm von
Saint Victor-de-Malcap
















Mediterrane Ausblicke: Über den Dächern von St. Ambroix
















Ganz Unspektakulär am Wegesrand: Büsche von Rosmarin.
















Dieses Haus in St. Ambroix erinnert an ein weit berühmteres Gebäude jenseits des "Großen Teichs": Das "Flat Iron Buildung" in New York City. Diente die südfranzösische Architektur etwa als Vorbild?
















Spektakuläre Felsenschlucht "Les Concluses" bei Lussan: In Millionen von Jahren hat sich der Fluss L' Aiguillon seine Weg durch das Gestein gegraben.




















Trockenheit schon im März: Wo normalerweise die wilden Wasser des L' Aiguillon toben, lässt es sich nun trockenen Fußes wandeln. Fast urzeitlich muten die Felshöhlen an, und kaum würde es verwundern, würden sich hinter der nächsten Biegung Dinosaurier tummeln.
















Eine Delikaten Passage, in der Tat: kaum zu vermuten, aber wenige Schritte weiter lauert eine abgründige Schlucht. Nichts für Höhenängstliche, der schmale Pfad ist allerdings mit Seilen versichert.
















Samstäglicher Markt in Uzes. Von nah und fern strömen die BesucherInnen herbei. Köstliche Spezialitäten finden sich hier zuhauf.
















Trutziger Bischofssitz in Ouzes: Fast physisch spürbar wird hier die einstige Macht der Kirchenfürsten.
















Boulevard im Städchen Ouzes.
















Ausblicke nach Osten, wo sich die Sevennen im Dunste zeigen:
bei Foussignargues.

















Auch wenn die Sonne schon wärmt: noch hält sich die Natur im März zurück, und die Trockenheit tut ihr übriges. Wie abgestorben wirken diese Bäume auf einer kleinen Hochebene zwischen Castillón und Courry. Den in der Karte eingezeichneten Wanderweg sucht man hier vergebens: Intuition und Orientierungssinn helfen jedoch weiter.
















Wie ein bedrohlicher Lindwurm, bereit, jedem Eindringling sofort den Kopf abzubeißen, wirkt dieser abgestorbene Baum. Es ist nicht verwunderlich, dass die Menschen früherer Zeiten in der Natur allerorten Geister und Ungeheuer sahen.




















Das Gut "MOURRE FRAIS" bei Aubenon. Bereitwillig lassen sich die Ziegen auf die Weide führen. Der Mistral, an welchem schon Van Gogh verzweifelte, bläst ungehemmt und lässt die Landschaft vertrocknen.
















Ein geschützter Winkel auf der Terrasse, inmitten von Saint Victor-de-Malcap. Die Sonne entfaltet bereits beträchtliche Kraft, und der Mistral hat sich auch verflüchtigt. Die wintergeplagte Mitteleuropäerin freut's.
















TEIL 2 FOLGT IN KÜRZE