Mittwoch, 21. Juli 2010

"KÜNSTLER-BASHING. Teil 1"

Machen Sie sich unbeliebt mit einer einzigen Frage!

... Sie sind Künstler*in oder Kulturschaffende*r, und möchten sich einmal wieder so richtig unbeliebt machen? Sie wollen einmal mehr das Bild des Querulanten bestätigen, dass Ihnen von außen ja ohnehin schon geradezu abverlangt wird? Und das nicht nur von Kunst-und-Kultur-"Fremden", sondern ebenso aus den eigenen Reihen? Nichts leichter als das!

Folgendes Verhalten erlaubt es Ihnen, in kürzester Zeit in Ihrem beruflichen und künstlerischen Umfeld pikiertes Schweigen, enerviertes Augenbrauen-Hochziehen und höchste Missbilligung zu ernten. Es geht denkbar einfach: Fragen Sie bei konkreten Kunst und Kultur-Projekten, welchen Ihnen angetragen werden, bzw. von denen die Rede ist, wie hoch das Honorar und der Etat sind.

Sie können als Alternative stetig und allgemein die prekäre Lage von Künstler*innen oder Kulturschaffenden thematisieren. Dies wird Ihnen nach einiger Zeit den Status des "Ewig-Jammernden" einbringen; jedoch können Sie hierbei immer noch mit Verständnis rechnen. Zumindest, solange Sie die prekäre Lage nur beschreiben, und nicht in Frage stellen!

Als wesentlich effektiver erweisen sich stattdessen konkrete Forderungen nach Geld und Honorar für die künstlerische und kreative Arbeit. Dies gilt per se als unverschämt und unanständig. Zielsicher zerstören Sie damit den Bescheidenheits-Modus der meisten Künstler*innen und Kulturschaffenden und rütteln damit am sorgfältig gehegten Bild vom selbstlosen Künstler. Ohne viel Aufwand haben Sie sich somit das Image eines verabscheuungswürdigen Querulanten geschaffen, und sind auf einen Schlag einen großen Teil Ihrer Künstlerfreunde los, getreu dem Motto "Ich habe genug Freunde!".
Die Freund*innen, die Ihnen dann noch bleiben, sind vielleicht keine richtigen Künstler mehr. Dafür aber eventuell Menschen, die sich über die Strukturen der Gesellschaft und der Welt, in der sie leben, tatsächlich Gedanken machen.
In diesem Sinne,
monetäre Grüße,


Ihre Boutique Vreni

Mittwoch, 7. Juli 2010

GOLDENE WORTE No. 2

”Ich muss sagen, es ist erschreckend, was man sich heute anhören muss. Viele Menschen, die bloggen und zu allem ihren Senf dazugeben müssen, lästern auf die mieseste und niveauloseste Art und Weise. Natürlich unter falschem Namen, sodass sie sich dahinter verstecken können. Ich bin absolut dafür, dass jeder frei sagen kann, was er auf dem Herzen hat. Aber wenn ich sehe, wie beleidigend und asozial das manche tun, dann denke ich mir: Was sind das für Menschen?"

HEUTE VON: HEIDI KLUM

im GALA Interview (10.6.2010) auf die Aussage, einige Fans und Medien bemängelten, dass ”die Mädchen“ nicht hübsch genug seien.

Fein. Da hat Frau Klum doch mal einen lichten Moment gehabt! Bei DIESEM Zitat gebe ich ihr ausnahmsweise recht. Zwar kann ich auch ihre "Top-Model-Sendung" als nichts anderes als beleidigend und asozial bezeichnen; aber das heißt ja nicht, dass der Satz da oben nicht stimmt.