Mittwoch, 25. August 2010

TAKE ME HIGHER! – Der Lasörling-Höhenweg in Osttirol, nebst Abwegen – THE END

6. und letzter Tag – Freitag, 6. August 2010

[ Clarahütte (2038m) -> Ströden (Bus) -> Virgen ]



Blick nach Osten ins Umball-Tal.


Es regnet noch immer, stetig vor sich hin. Aber irgendwie scheint dennoch die Sonne. Oben auf den 3000ern hat es geschneit.

Es gibt ein kleines Frühstücksbuffett; allerdings ist das Licht in der Gaststube ausgefallen. Stattdessen: Kerzen.

Abmarsch 10:15, zunächst über einen schwach abfallenden Pfad, der in einen steilen, unebenen Fahrweg endet. Die Vegetation ändert sich und wird üppiger. Weiter unten kommen uns vermehrt Wandergruppen entgegen, Besucher*innen des Umballfall-Schauweges, entlang der rauschenden Umball-Wasserfälle. Wir begegnen wieder Bergbekannten, nämlich der jüngeren Frau in Begleitung der drei älteren Herrschaften, die wir das letzte Mal vor drei Tagen oben an der Berger-See-Hütte trafen.


Ein Hüttchen unter einem großen Fels.


Der Umball-Schaupfad.


Pebell- und Islitzeralm, zwei "High-End"-Almen am Anfang des Wasserfall-Schaupfades. Die Bedienungen tragen Trachten. Das sagt alles. Es schaut aus wie aus dem Bilderbuch. Allerdings einem sehr schicken Bilderbuch. Trotz meines leicht verlotterten Äußeren erhalte ich eine sehr nette Auskunft bezüglich der Busverbindungen vom Tal-Ort Ströden nach Virgen. Der Kellner ermutigt uns, den Bus um 11:45 noch zu erreichen, und wir rasen los, den breiten, bequemen Fahrweg ins Tal. Kurz vor Ströden begegenen wir wieder der 6er-Gruppe von Höhenweg. Irgendwie rührend!

Wir erreichen die Bushaltestelle nach 20 Min. anstatt der angeschriebenen 35 Minuten, und gondeln mit dem Bus ins Tal, Ziel Gasthof Panzl, Virgen.


Zurück in der Zivilisation: Der Bus nach Virgen.


Hier beziehen wir sogleich die zwei vorbestellten Räume. Und machen uns erstmal locker. Die Bergschuhe kommen auf die Fensterbank zum Lüften. Alle anderen Kleidungsstücke werden ausgezogen und im Bad zwischengelagert (auch hier ist Sicherheitsabstand geboten!). Das Bad. Gleißend weiß und riesengroß. Es hat eine Dusche; es hat eine BADEWANNE. Um Wanne und Waschbecken sind weiße dicke Handtücher und Seifenpäckchen drapiert.

BADEWANNE

Jetzt in neue Klamotten. Funktionsklamotten sind vorerst nicht mehr angesagt. Noch ein bisschen auf dem Bett herumliegen.


Blick aus dem Fenster von Gasthof Panzl, Virgen.


Halb zwei: Natürlich wollen wir jetzt noch ein wenig Zivilisation haben (sprich: Shopping-Möglichkeiten). So fahren wir in die Landeshauptstadt Lienz, eine gemütliche Dreiviertelstunde nach Süden. Wir stellen das Auto in einer Tiefgarage ab, und gehen in den nächstbesten Imbiss, der, dies zum Thema Flair, auch in Offenbach sein könnte. Egal. Hier gibt es die GALA und andere österreichische Starmagazine zu goutieren.


Der Hauptplatz von Lienz.


Lienz ist ein Städtchen mit einem Hauch italienischen Flairs. Immerhin ist es ja auch nicht mehr weit bis zur italienischen Grenze. Auf den Straßen hört man auch viel Italienisch (Das Virgental war ja eher holländisch geprägt, eine Sprache, von der ich, wie ich feststellen musste, KEIN einziges Wort verstehe. Außer "Hallo", vielleicht)

Südlich von Lienz erheben sich die Lienzer Dolomiten. Eine Seilbahn hat es hier, die aber um 17 Uhr schon zumacht. Und die vorgelagerte Festung Schloss Bruck, von der hübsche Fahnen wehen. Heute ist sie ein Kunst-Museum, natürlich mit Café und Museumsshop.


Die Isel


Wir laufen ein wenig herum, finden die Altstadt, und laufen, oder sollte ich eher sagen, wandeln an der Isel entlang mit einem Abstecher auf die Festung (Shop!). Auf dem Rückweg bestaunen wir mehrere architektonisch interessante Häuser.

Wir fahren wieder nordwärts in unser Virgental und unseren Gasthof. Abendessen, mit einem Sekt-Aperitiv. Sehr mondän. Danach ein letzter Cigarillo und Enzian in der Bar.

ENDE

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