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GENTRIFIZIERUNG ALS SCHICKSAL.

... warum machen Kulturschaffende eigentlich immer so weiter? Unlängst las ich auf der Facebook-Seite eines Frankfurter Off-Spaces , dessen Schließung nun definitiv ist, folgenden Satz: „"es ist unser (künstler) schicksal tote ecken mit kultur zu beleben, um die dann an geldmagnaten zu übergeben." ... „Gentrifizierung als Schicksal" halt, traurig, aber wahr, so ist der Lauf der Welt ... daher nicht lange grübeln, über Dinge, die man ohnehin nicht ändern kann, sondern auf zum nächsten Projekt. Nicht aufhören damit, Energie und Geld in die Suche nach Orten zu stecken, die dann mit ambitionierten Projekten bespielt werden können; denn unterkriegen lassen wir uns nicht! Ja. Nein. Unterkriegen lassen wir uns nicht ... aber ... hat diese Strategie nicht einen kleinen Haken? HAT man uns nicht schon längst untergekriegt? Machen wir nicht ganz genau das, was von uns erwartet wird? Was macht das mit unserer Lebensenergie und mit unserer Selbstachtung, wenn wir uns regelmäßig für ...

PROTEST-SONG-CONTEST 2011

"Der Protestsongcontest kämpft auch im achten Jahr seines Bestehens gegen all jene Alltagsidiotien an, die ein soziales und friedliches Miteinander zum unmenschlichen und bürokratischen Spießrutenlauf werden lassen." Das Finale am 12. Februar 2011 im Rabenhof Theater in Wien und live auf Radio FM4 (hier werden vorab auch die 10 Finalsongs vorgestellt)
„Das Private ist politisch“ , so hieß es seit den 70er Jahren des 20sten Jahrhunderts aus den Reihen der Frauenbewegung; dieser Satz hat sich mittlerweile vollständig umgedreht, so meint es jedenfalls Florian Illies in seinem Artikel „Mach dir keinen Stress!“ (die ZEIT, 1.1.2011)  „Doch inzwischen ist das Politische vollständig privat geworden.“ , schreibt Illies und bezeichnet damit die Veränderung im Sprachgebrauch von „Entspannung“, diesem so populären Begriff, welcher in den 70er Jahre noch für die Ost/West-Politik angestrebt wurde, dessen Bedeutung sich mittlerweile jedoch völlig in die private Sphäre zurückgezogen habe. Das „private“ daran ist, dass jede/r Einzelne für seine/ihre Entspannung persönlich verantwortlich ist: „Entspannung ist bei uns also Teil der Leistungsgesellschaft geworden. Und das »Mach dir keinen Stress« und »Entspann dich!« sind ihre tyrannischen Imperative.“ Das nun wiederum ist ganz und gar nicht mehr privat, wie auch auch im Blog Begleitschreiben ...

GOLDENE WORTE NO. 5

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HEUTE VON: PEACHES „ Ich habe generell ein Problem mit Autorität . Wenn Autorität nur als Selbstzweck besteht, ergibt das für mich keinen Sinn.“ in einem Interview mit der Zeitschrift MISSY, 2009 ... und hier, zur allseitigen Unterhaltung, noch einmal das legendäre "Hairgrowing-Video" zu Set it Off

FILMTIPP: "STRIKE"

Streik: In Deutschland und Großbritannien eher scheel angesehen, in Frankreich immer wieder sehr angesagt (z.B. kürzlich anlässlich der bevorstehenden Rentenreformen) ... Streik: ist eine mögliche effektive Form des Widerstands gegen übermächtige Strukturen. Der bereits einige Jahre alte Film Strike (1998) thematisiert das Streik-Motiv innerhalb des Genres "Teenager-Komödie". Der Plot: Die engagierte Direktorin (Lynn Redgrave) einer Mädchenschule in den USA der frühen 60er Jahren hat es sich auf die Fahnen geschrieben, den Mädchen und jungen Frauen einen Freiraum zu geben, der es ihnen ermöglicht, ihr Potential und ihr Selbstbewusstsein voll zu entfalten. Dieser geschützte Raum ist jedoch bedroht: aus Geldgründen soll die Schule mit einer benachbarten Jungen-Schule zusammengelegt werden. Für die Schülerin Verena von Stefan (Kirsten Dunst) und ihre Clique (namentlich: "Daughters of the American Ravioli") ist das nicht hinnehmbar. Gegen die Skepsis selbst ih...

KÜNSTLERBASHING TEIL 3

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Heute lasse ich mal jemand anders für mich "Künstler-Bashing" betreiben: den Hamburger Künstler Michael Chevalier . In einem Interview mit der TAZ vom 22.10.2010 äußert sich Chevalier kritisch zur politischen Äußerungen diverser Kulturschaffenden wie etwa Isabelle Graw, Daniel Richter oder Dietrich Dietrichsen. "Karl-Marx-Namedropping" sei das, und kaum geeignet, den Kunstbetrieb wirklich kritisch zu hinterfragen; kritische künstlerische Arbeiten würden ohnehin in der Regel vom Kunstbetrieb vereinnahmt. Die einzige Möglichkeit sieht Chevalier darin, sich finanziell unabhängig vom Kunstmarkt zu machen; er selber verdient sein Geld nach eigenen Angaben nicht mit "der Kunst". Zunächst finde ich das einen nachvollziehbaren Ansatz. Ein "Brotjob" kann eine angenehme Basis bieten; ein wenig Grundsicherheit ist eine feine Sache und höchst entspannend. Die Voraussetzung ist natürlich, dass die Bedingungen für diesen Job stimmen. Anständig bezahlt müsste...

KRISTINA SCHRÖDER. VON GESTERN.

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Am Montag, den 9.11.2010, gab Bundesfamilienministerin Kristina Schröder den SPIEGEL-Journalisten René Pfister und Markus Feldkirchen ein Interview . I n diesem rechnet sie einmal mehr kenntnisreich mit dem FEMINISMUS ab. Zu dumm nur, dass das, was Frau Schröder sich unter Feminismus vorstellt, in etwa dem Diskurs einiger radikaler Gruppierungen um 1975 entspricht: " Es gab in der Tat eine radikale Strömung, die in diese Richtung argumentiert hat und die Lösung darin sah, lesbisch zu sein." ... ja, gabs. Aber was hat das mit dem Hier und Heute zu tun? Was hat Frau Schröder zu gegenwärtigen feministischen Strömungen zu sagen? Nichts, denn sie kennt diese nicht. Was Frau Schröder ebenso unbekannt ist, ist offenbar die Fähigkeit, Phänomene zu hinterfragen. Das muss sie auch nicht: " Für mich bedeutet Konservatismus, die Realität zu akzeptieren. " Aha. Genau. Gibt ja auch nur EINE Realität. Da muss man sich nicht fragen: WESHALB eigentlich ein Germanistik-Studium w...