Mittwoch, 10. April 2013

SPONTAN, NEIN DANKE! – eine Polemik.

Heute fragt sich BOUTIQUE VRENI, weshalb SPONTANITÄT so beliebt ist; und weshalb „planendes Handeln“ vielen als unlocker und spießig gilt? So haben wir das jedenfalls schon des öfteren erlebt.

Nun ist es ja so, dass diejenigen, welche Planung und organisiertes Handeln verschmähen, oft einen Grad an „Verpeiltheit“ an den Tag legen, der im Alltag nicht unbedingt angenehm ist. Z.B. im Zusammenleben mit anderen. Wenn gemeinsam etwas auf die Beine gestellt werden soll. Dann mag es ja in der Anfangsphase wichtig sein, das Chaos zuzulassen, damit Ideen entstehen können; in den nachfolgenden Phasen der Umsetzung führt chaotisches Handeln jedoch oft zu Vollstress, so unsere Erfahrung.

Ähnlich unangenehm ist im übrigen die Eigenschaft der permanenten UNPÜNKTLICHKEIT. Denn diese geht schlichtweg unachtsam mit der Lebenszeit anderer Menschen um (außer: man kennt sich gut, und weiß, dass die andere Person es mit der Zeit nicht so genau nimmt, und ganz gerne wartet. Aber das sollte man vorher wissen!)

Beide skizzierten Eigenschaften sind also oftmals höchst lästig, erzeugen Unwohlsein und Stress. Dennoch gelten sie vielen als Ausweis für Unkonventionalität. Und das finden wir ärgerlich.

SPONTANITÄT WIRD OFT ÜBERBEWERTET.

Kann es sein:
Wenn Menschen sich ansonsten im Leben völlig konventionell verhalten, dann sind sie halt mal unpünklich. Und legen sich nicht fest; sondern machen alles „spontan“ oder auf den letzten Drücker. Mit dem eventuell dadurch entstandenen Stress kann man sich dann sogar noch bestens brüsten; „Gestressheit“ gilt ja vielen nach wie vor als „Leistungsnachweis“. Dass die Reise, die ich nicht geplant hatte, sondern ganz spontan hatte machen wollen, ins Wasser gefallen, verdränge ich dann. Dass das Projekt im „Vollstress“ endete und mich an den Rande des Nerventzusammenbruchs brachte, weil wir uns vorher nicht zusammengesetzt hatten, um es zu planen, egal! Zusammenhänge werden nicht hergestellt. Denn das wäre ja auch spießig.

Liebe Spontanen und coolen Zuspätkommer*innen: abgesehen davon, dass es ein Widerspruch ist, Spontanität zu planen, indem schon im Vorhinein postuliert wird: „Das machen wir dann spontan!“: MACHT NUR WEITER SO mit eurem Nicht-Planen; erfreut euch an eurem Stress; an euren nicht-klappenden Vorhaben.

BOUTIQUE VRENI ist dafür einfach zu faul.
BOUTIQUE VRENI liebt es, zu planen.
Wie entspannt läuft dann alles!
Und es klappt auch noch!


Das Chaos kommt stets von alleine, aber wir können es dann ungestresst empfangen. Spontan können wir dann immer noch und jederzeit sein. Aber damit müssen wir uns nicht brüsten.

Noch etwas ist übrigens toll am Planen: Die Vorfreude. :)

Kommentare:

  1. Ha, Du sprichst mir aus dem Herzen! So ist es! Muss mich auch immer rechtfertigen, weil und wenn ich was plane. LG

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  2. Schließe mich Veranas Text vollständig an.
    Seh ich genau so.

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