Mittwoch, 19. Mai 2010

SEHNSUCHT. Teil 1: TENERIFFA




... Ich schaue aus dem Fenster. Es regnet. Es ist trüb. Das Apple-Dashboard-Thermometer zeigt 9˚ C an. Es ist Mittwoch, der 19. Mai 2010. Es hilft ja nichts. Ehe ich in völlig bodenlosen Trübsinn verfalle, sehe ich mir Urlaubsfotos von Teneriffa an.

Teneriffa ist eine der sieben Kanarischen Inseln, nur wenige hundert Kilometer der afrikanischen Küste vorgelagert. Auf ihr findet sich der Vulkan Teide, mit ca. 3900 m der höchste Berg Spaniens.
Die urbane Struktur umfasst Wahnsinns-Touristen-Strände und Orte wie zum Beispiel Los Americanos im Südwesten. Im äußersten Gegensatz dazu befinden sich verlassene Dörfer an der Steilküste im äußersten Norden, die nur über Fußwege zu erreichen sind, "kein-Handy-Empfang" inklusive.



Roque del Dentro vor der nordöstlichen Küste


Die Hauptstadt der Insel heißt Santa Cruz de Tenerife, eine kleine Großstadt mit ca. 200.000 Einwohnern. An der nordöstlichen Küste gelegen, schmiegt sie sich an die steilaufragenden schroffen Hügel des Anaga-Gebirges. In Santa Cruz befindet sich das ultraschicke Kunst- und Kulturcenter TEA, an das ein ebenso schicker Gift-Shop angegliedert ist.



Café in Santa Cruz de Tenerife


Und die Landschaft. Der vulkanische Charakter wird überall sichtbar, trocken und verkarstet wirkt das Land unter dem üppigen Pflanzen- und Blütenteppich, der bereits im Februar sichtbar ist. Vermutlich sogar das ganze Jahr über, denn die Temperaturen schwanken weitaus weniger als in mitteleuropäischen Breiten. Bewegt man sich einige hundert Höhenmeter hinauf, passiert man alsbald die Baumgrenze. Nadelgehölz auf gerölligem Untergrund säumt die Straßen. Ab einer entsprechenden Höhe weichen die Bäume einer kahlen Mondlandschaft mit endlosen Lavafeldern. Kurz: Teneriffa ist wunderschön. Und das nächste Mal wird eine Ersteigung des Teide fest eingeplant.




Schmaler Wanderpfad im Norden bei Benijo





Der "Haus"-Strand von Las Galletas an der Südküste





Dramatische Wolkenformationen am Teide.



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