Montag, 10. Mai 2010

EIN EIGENER BLOG!

Ein EIGENER Blog! Endlich kann ich den ganzen Textkram, und die Gedanken, die ich zu diesem und jenem habe, zusammenführen, und eine runde Sache daraus machen ...

Es stellt sich nun die Frage, wie ich diesen meinen neuen Blog bekannt mache. Einen Blog, der nicht auf MySpace ist. Und nicht mit Facebook verbandelt. Diesen Orten im Netz, welche einem in null komma nichts 350 Freunde bescheren. Nun, das ist hier nicht so. Hier bin ich erst mal eine von Vielen. Eine von vielen, wo nicht unbedingt Laufkundschaft vorbeikommt.

In einem anderen Blog lese ich bezüglich dieses Themas: außer dass man sich mit anderen Blogger*innen vernetzen solle, sei es eben einfach wichtig, regelmäßig gute Texte zu bloggen. Regelmäßig. Gut. Oh. Bei mir ist es jetzt schon wieder über 10 Tage her seit dem letzten Blog, den über das lustige Papst-Memo aus London ... Nein. Das geht ja gar nicht! Das ist viel zu selten. Alle zwei bis drei Tage sollte es schon sein. Und qualitätiv hochwertig auch! Sonst wirds halt nicht gelesen. Weil es uninteressant ist.
Das ist verständlich. Ich würde als Konsumentin ja genauso handeln. Einfach nicht mehr reingucken, weil da nichts Neues kommt. Aber weshalb beschleicht mich dabei ein so unbehagliches Gefühl? Ist es wirklich nur das Gefühl der Unzulänglichkeit? Das Gefühl des Nicht-Mithalten-Könnens? Vielleicht bin ich ja gar nicht in der Lage, regelmäßig gute und interessante Texte und Themen zu bloggen!! Na, ja, Themen fallen mir schon ein, aber die Texte wollen ja auch formuliert werden, dazu brauchts Muße ... was habe ich mir da bloß aufgehalst mit einem EIGENEN BLOG!?!

STOP!


Sollte es der Fall sein, dass sich hier einmal mehr jemand in traditionell "weibliches" "Self Downing" verliert? Nüchtern betrachtet, ist das viel schlimmer als "10-Tage-keinen-Blog-verfassen". Und schlimm ist es ebenso, sich mir-nichts-dir-nichts marktkonformen Mechanismen zu unterwerfen, die man bereits die längste Zeit verinnerlicht hat.

Denn man könnte es gut und gerne als "Leistungsdruck" bezeichnen, das "ich-muss-alle-zwei-bis-drei-Tage-gute-Texte-schreiben-sonst-ist-mein-Blog-nichts-wert". Somit hätte ich mir mit diesem Blog ein Medium geschäffen, mit dem ich mich zusätzlich unter Druck setzen kann. Hm. Nein, das war eigentlich nicht meine Intention. Meine Intention war es, eigene Gedanken und Texte in die Öffentlichkeit zu bringen. Wann und wie ich es für richtig halte. Mit der Hoffnung auf Austausch. Und ich denke, ich mache das jetzt einfach. Denn: es ist ja MEIN BLOG. [ und ganz nebenbei habe ich hiermit wieder einen Beitrag verfasst. Raffiniert! Geht doch! ]

Apropos: zur größeren Verbreitung habe ich denselbigen Blog parallel auf myspace gepostet.

Kommentare:

  1. Liebes Vreni,

    ich wünsche dir gutes Gelingen für deinen EIGENEN BLOG.

    Selbst bin ich auch oft am hadern mit MySpace, hätte auch gerne einen "richigen Blog"... Von blogspot bin ich allerdings nicht wirklich überzeugt. Eine eigene Homepage mit integriertem Blog, das wär's.

    Aber wie soll diese Seite sich gestalten? Unter dem Real Name oder Pseudonym? Für berufliche Publicity oder just for fun. Fragen über Fragen! Du hast es für dich gelöst. Mein Glückwunsch. Bleib dran!!!

    Lieben Gruß Karla

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  2. @karla orange
    ... danke für die "wünsche".
    ... es kommt letztlich darauf an, was man will. und mit wem man es teilen will. Die richtigen FRAGEN sind ja schon die 3/4-Miete.

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  3. Ja, stimmt, und die wichtigste Frage habe ich vergessen: Wie komme ich an meine Leserinnen und Leser?? Bei MySpace geht das über das Netzwerk automatisch. Woher kommen sie bei blogspot??

    Ist mit "wünsche" irgendwas nicht in Ordnung, ich mein nur, wegen der Anführungszeichen...

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  4. @karla orange

    ... nein, mit den wünschen war alles in ordnung ;-)

    ja, das ist ein marketing-problem. wahrscheinlich wie sonst auch, wenn man "aufträge" angeln will. und bei myspace gehts ja auch nicht automatisch. da muss man auch viel selber schreiben und kommentieren und netzwerken ...

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  5. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  6. beste verena,

    vergiss' all die bloggerei-maximen, v.a. jeglichen "stress"-gedanken. in einem beitrag weiter oben hast du's schön gesagt, zitat: "irgendjemand wird sich schon darum kümmern".

    gut 1.5 jahre bin ich nun dabei, mit höhen & tiefen, mit tendenziell etwas gehaltvolleren beiträgen und einer menge quatsch (oft "poste" ich bloß fotos oder songs statt eines kommentars zur weltpolitik - so what? wie du ebenfalls irgendwo oben schlau geschrieben hast: "es ist ja schließlich meine seite!")

    es gibt leute (bloggerInnen), die sozusagen strategisch vorgehen, die v.a. auf verlinkungen spitzen usw.. ich für meinen teil sehe es so: sobald ich 1 euro pro klick kriege, würde ich das vielleicht auch erwägen ... (kapitalismus, you know). eine blogroll könnte ich mal einführen (du wärst auch dabei) - ach, aber ich fürchte gewissenskonflikte, denn nicht jeder meiner echtlebenfreude bloggt zeugt, das ich für empfehlenswert halte - und wie dann erklären: "du ja - du nicht" - da drücke ich mich also und setze stattdessen ab und an einen link zu einzelnen beiträgen, wenn es passt, sich ergibt.

    grundsätzlich aber und ansonsten: traue der schwester im geiste (wenn ich mich großkotzig hier mal so nennen darf)! mit der zeit findet man (findest du, habe ich gefunden) eine kleine, aber im besten fall angenehme leserinnenschaft. und, äh: schön machst du das hier! ;-)

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  7. vielen dank für deinen netten text, das freut mich wirklich sehr, umso mehr, weil es genau das ist, was ich hören will: weg mit dem stress!
    ... und "schwester im geiste" finde ich auch schön. ah, und das "kapitalismus"-thema ... bzw. "dürfen kulturschaffende geld verdienen?!? ... ja das ist auch eines meiner lieblingsthemen, wo mir regelmäßig der kamm steigt. ... aber dafür habe ich ja jetzt meinen blog, um mich auch darüber auszukotzen, juchu!
    ... und überhaupt, vielen dank für die komplimente!

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