Montag, 2. Januar 2012

EINE BESSERE WELT - JA WIE DENN?!



Letztes Jahr ging's wirklich rund in der Welt, so wie wir ("wir" heißt immer: ich und du und alle, die wir kennen), so wie wir sie erlebt haben ... neben schlimmen Natur- und GAR nicht so natürlichen Katastrophen gab es auch einige Sachen, die unser Herz höher schlagen ließen; zu diesen gehörten die Leute, die millionenfach, rund um den Globus, auf die Straße gingen. Weil sie eine andere Welt wollen, eine Welt, die besser für alle ist.

Transgenialer CSD in Berlin/Kreuzberg, 25. Juni 2011

... das erste Ereignis dieser Art, welches ich miterleben durfte (und wollte), war der transgeniale Christopher-Street-Day in Berlin; dann der Slutwalk in vielen Städten der Welt (und auch in Frankfurt/M., yeah!) ... es folgten zahllose Occupy-Demos und Banken-Umzingelungen im Herbst; und nicht zuletzt die Kundgebungen gegen den katastrophalen Fluglärm aufgrund der neuen Landebahn des Frankfurter Flughafens ... und das waren nur die Sachen, an denen ich selber irgendwie teilhatte.

Slutwalk, Frankfurt/Main, 13. August 2011

Ganz viele von uns sind also nun empört; und verspüren plötzlich ein Gefühl der Selbstermächtigung; ein Gefühl, welches die latente Ohnmacht(die bis dato immer wieder zuschnappte, und das Bewusstsein in Lähmung versetzte) auf einmal zu überwinden schien. Jedenfalls ging es mir so; und das war wunderbar.

Occupy, Frankfurt/Main, 15. Oktober 2011

Jetzt stellt sich aber die Frage, diese Frage: "Wir sind empört! Und jetzt?" ... Die "Banken" sind immer noch da, und der Hunger in der Welt auch, und meine Existenzangst, und überhaupt, kann mensch denn da überhaupt was dran ändern? WAS TUN?

Parallel: Umzingelung des Frankfurter Bankenviertes,
und des Berliner Regierungs-Viertels
(hier: Frankfurt/Main), 12. November 2011


Der
Blogger Jacob Jung hat sich im FREITAG diesselbe Frage gestellt, zum rechten Zeitpunkt. Und macht sogleich einige konkrete Vorschläge, wie mensch die berechtigte Empörung und Wut in konstruktive Verhaltensweisen umsetzen kann. Das ist eine feine Sache: da hat mensch etwas Konkretes und Realistisches zu tun. Und kommt sich gleich nicht mehr so ohnmächtig vor. Im folgenden werden wir die einzelnen Vorschläge noch mal kurz anreißen, so als Appetizer:

1. Informieren und Prüfen – eine Grundlage für aufgeklärte Menschen; hier darauf achten, nicht nur eines, sondern diverse Nachrichten-Medien zu nutzen, auch möglichst unabhängige, z.B. Blogs. 2. Diskutieren und Publizieren – mit Leuten im eigenen Umfeld. Im Internet. via Leserbriefe. Themen ansprechen, und eigenen Gedanken und Ideen selber publizieren. 3. Beteiligen und Engagieren – sich engagieren, via Petitionen, in Gruppen, Parteien, Organisationen. 4. Wählen und Demonstrieren – Nutzen der demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten. 5. Konsumieren und Selektieren – Beim Einkaufen auf Nachhaltigkeit und Faire Produkte achten. Bei Klamotten, Lebensmitteln. Oder Banken. 6. Zivilcourage und Widerstand – Bei Unrecht im eigenen Umfeld nicht schweigen. 7. Am Ball bleiben und kreativ werden – Nicht aufgeben. Es dauert halt alles. Aber irgendwas geht immer.

Selbstzufriedene Demonstrierende unserer Boutique Vreni
(Frankfurt/Main), 15. Oktober 2011

"Lassen Sie sich die Verantwortung für unsere Lebensumstände nicht aus der Hand nehmen und werden Sie selber zum Teil einer besseren Gesellschaft: Sie sind viel mehr, als Sie denken."

GENAU DAS wollen wir hören :)

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