Samstag, 15. April 2017

ALPEN-ÜBERQUERUNG – Der Lange Weg 01

 

Einleitung:

Also, das war so: letzten Sommer (2016) waren meine Künstler-Freundin Ruth L. und ich unterwegs in der Rhön. Das ist eine Region zwischen Hessen, Thüringen und Bayern, ein ehemaliges Grenzgebiet. Wenig besiedelt ist es dort, und so hat diese Landschaft eine ganz besondere Weite. Wir hatten uns den 2-tägigen Buchonia-Wanderweg ausgesucht..

Jedenfalls, wir laufen so dahin, und die schöne Umgebung und die grandiosen Fernblicke senken sich sogleich in unser Gemüt, und uns kommen Ideen in den Kopf: im letzten Alpen-Vereins-Magazin, da wurde so ein neues Wander-Büchlein besprochen, eine "Alpenüberquerung" von Salzburg nach Triest. Die Route hatte der Autor, Christof Herrmann, gerade erst neu "erlaufen". Ich hatte die Rezession auch gesehen, mir aber nichts weiter dabei gedacht. Und jetzt fängt die Ruth damit an.

Und plötzlich hat irgendetwas bei uns gefunkt, und wir dachten: DAS machen wir auch mal! … Das war bestimmt dem Laufen geschuldet. Wenn *man so dahin läuft, und sich Geist und Körper langsam einpendeln, fließen die Ideen besser; *man wird aktiviert und be"geist"ert. 



Es war: Feuer fangen.


Ich erinnere mich: vor einigen Jahren schoss mir die Idee einer Alpen-Überquerung schon einmal durch den Kopf. Allerdings wurde mein Elan bei der Recherche schnell im Keim erstickt; ich fand nur Vorschläge mit mörderisch langen und anstrengen Etappen, beschrieben von, in meinen Augen, sportfanatischen Berg-Fexen. "Sowas kann ich nicht!". Das war mein Fazit. Und damit war diese übermütige Idee ganz schnell ad acta gelegt, in die Kategorie: "Dinge, die völlig unmöglich sind." Ich dachte nie wieder daran. Bis zu diesem sonnigen August-Samstag in der Rhön.

Ja, jedenfalls liefen wir weiter, waren ganz aufgeregt von unserer Idee. Ruth machte sogleich einen großen Plan auf und schlug Sommer 2018 vor … und wir überlegten flugs, wie wir das möglich machen können. So etwas braucht ja Zeit. Immerhin können wir uns unsere Zeit, als Freiberuflerinnen, frei einteilen. Allerdings wird diese Zeit ja nicht bezahlt; es ist kein bezahlter Urlaub, wie er in Festanstellungen üblich ist. Und Geld kostet es natürlich auch, wenngleich die Kosten überschaubar sind: Es geht um Übernachtungen auf Alpenvereins-Hütten und in Pensionen, und um Verpflegung. Und die Grundausrüstung muss stimmen. "Luxus" wird eher kleingeschrieben, jedenfalls das, was herkömmlich als "Luxus" verstanden wird.

Wir hatten dann noch diese und jene Ideen. Z.B. eine Art CROWD FUNDING, also der Verkauf kleiner künstlerischer Arbeiten, die dieses Projekt finanzieren sollen. Und ein Buch wäre auch toll, und und …

Jedenfalls waren wir beseelt und die Idee ging uns nicht mehr aus dem Kopf. Nach dieser wunderbaren Rhön-Wanderung, die uns ohnehin beflügelt hatte, eilte ich gleich am nächsten Tag in den Buchladen, um den Wander-Führer zu erstehen. Wie aufgeregt ich war, als ich das Büchlein dann in den Händen hielt: Was, wenn auch hier die Etappen mörderisch wären? Was, wenn sie zu schwierig wären? Was, wenn das alles "mehrere Nummern zu groß" wäre? … 



Ich schlug den Wander-Führer auf, mein Herz pochte,


das Adrenalin schoss mir durch den Organismus, und ich überflog in Windeseile die Etappen-Übersicht, wo alle Weg-Längen, Höhen-Meter und Schwierigkeits-Grade in Kürze aufgelistet waren … und ich dachte: JA. Das geht! Das muss gehen! Ich habe das in diesem Augenblick entschieden. Ich werde von Salzburg nach Triest gehen.

Aber vielleicht war es vor allem dieser Satz im Vorwort des Büchleins, der mich derart anrührte, dass ich wusste: DAS ist es:


„Und manch einer kommt zu der Erkenntnis, dass er nun für den Rest des Lebens gewappnet ist. Was soll einen auch noch aus der Bahn werfen, wenn man über die Alpen bis ans Mittelmeer gewandert ist?“

Wer kann dem widerstehen? Ich kann es nicht.

UND HIER GEHT ES WEITER: Im Juni mache ich eine Wanderung. Eine Nacht und einen Tag. Ohne Schlaf.



ZUM CROWD FUNDING MIT BILDER-GALERIE:
HIER ENTLANG :=)




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