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"WER NICHT WILL, DER HAT SCHON." - Ein Antrag auf mehr Geld für freie Kunstprojekte im Frankfurter Kulturauschuss. und keiner geht hin.

Unlängst gab es da so eine Idee: Wir (d.h. zwei KünstlerkollegInnnen und ich), bereiten einen Antrag für den Kultur-Ausschuss der Stadt Frankfurt vor. Die Summe der Fördermittel für Freie Projekte soll von 70.000 auf 500.000 Euro im Jahr erhöht werden (Es bewerben sich immer ca. 50 Personen) Das klingt gut. Mehr Geld ist immer gut. Das Problem ist nur, dass drei Personen zu wenig sind, um auf die Mitglieder des Kultur-Ausschusses einen nachhaltigen Eindruck zu machen. Drei einzelne KünstlerInnen wirken nicht gerade wie eine geballte Repräsentations-Macht. Bis dato sind das aber eben nur wir drei. Weitere Beteiligte müssten aquiriert und überzeugt werden, mit ins Boot zu kommen. Das müssten wir tun. Aber: ehrlich gesagt ist mir klargeworden, dass ich überhaupt nicht die geringste Lust habe, mich (zu dritt) für eine amorphe Masse von KünstlerInnen einzusetzen, von denen der Großteil mir mit seiner/ihrer Ignoranz und Nicht-Engagement und Elfenbein-Turm-gehabe eigentlich nur auf...

"Reden wir über Geld" / Teil I

Sind Sie KünstlerIn, Kreative/r, Kulturschaffende/r? Und sind auch Sie es leid, sich dafür rechtfertigen zu müssen, für Ihre Tätigkeit das wohlverdiente Geld einzufordern? Können Sie Sätze wie "Kunst ist halt Luxus!" oder "Mit Kunst konnte man noch nie Geld verdienen!" einfach nicht mehr hören? Dann können Sie endlich aufatmen; denn BOUTIQUE VRENI TM hat einige der unsäglichsten Sätze, denen KünstlerInnen und Kreative permanent ausgeliefert sind, gesammelt. UND: kurze und griffige Antworten dazu entwickelt.  SCHLUSS MIT RECHTFERTIGUNG UND SCHLECHTEM GEWISSEN! Wir haben das Material in handliche Lektionen von jeweils 6 bis 7 Sätzen & Anworten gegliedert und beginnen heute mit Teil 1 : !mittlerweile gibts es auch Teil 2 und Teil 3! No. 1: "Kunst ist schön. Zum Leben notwendig ist sie jedoch nicht."   Das hängt davon ab, was mensch unter "Leben" versteht. Wenn mit "Leben" das rein organische Vegetieren gemeint ist, würden ...

GLÜCKLICHE KÜNSTLER

... wie wir darüber nachdachten, uns endgültig vom Künstler-Sein loszusagen ... ... das haben wir schon stets geahnt, und jetzt ist es amtlich, bzw. wissenschaftlich erwiesen: "Künstler sind glücklicher als Menschen in anderen Berufen." Das, so schreibt (eigenartigerweise ganz süffisant) Elisabeth von Thadden in der aktuellen ZEIT, und bezieht sich auf eine Studie des "Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung". (Nee, heute gibts keinen Link. Der Artikel ist analog. Klicken Sie oben aufs Bild, dann wirds größer) Der Grund: Künstler (Künstlerinnen eventuell auch? Sind wir mal wieder mitgemeint?) empfinden ihre Arbeit als besonders selbstbestimmt und vielseitig. Das meinst Lasse Steiner, einer der Autoren der Studie. Nun haben wir sonderbarerweise überhaupt keine Lust, diese Studie in Gänze zu lesen, oder gar deren Hintergründe zu recherchieren; das kommt daher ... weil in der Schlussfolgerung der Studie soviel geballte unhinterfragte Klischee-Meierei rüb...

Gemeinweisen abschalten?

Das Berliner Manifest von HABEN UND BRAUCHEN Es gibt sie doch! Kulturschaffende, die sich nicht in Affirmation und Selbstausbeutung gefallen, sondern den Mund aufmachen: Die seit 2011 in Berlin tätige Aktionsgruppe HABEN UND BRAUCHEN hat ein tolles Manifest verfasst über die Situation von Kulturschaffenden. Hier wird aufgeräumt mit dem immer noch vorhandenen romantisierenden Künstler-Mythos. BOUTIQUE VRENI TM hat als Appetizer einige Zitate aus dem Manifest zusammengestellt, die garantiert Lust auf das Ganze machen. Unbedingt lesen. "Unserer Meinung nach brauchen Kulturschaffende heute zuallererst eine Absicherung ihrer Produktionsbedingungen (und nicht notwendigerweise eine neue Kunsthalle)" "Was in der Kunst Gestalt annimmt, ist somit ein kollektiver gesellschaftlicher Prozess, der alle betrifft. Diese Bedeutung von Kunst leugnet, wer sie in den Bereich des privaten Konsums abdrängt oder als rein wirtschaftliches Spekulationsobjekt behandelt" "Die ...