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Posts mit dem Label "FEMINISMUS" werden angezeigt.

Das Patriarchat ist zu Ende.

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" Das Patriarchat ist zu Ende. " bzw. " Il patriarcato è finito ", so heißt es in italienischen Flugschrift " Rotes Sottosopra " (= Drunter und Drüber) von 1996 ("Sottosopra" heißt eine Reihe von Publikationen, die seit 1973 in loser Folge vom Frauenbuchladen Mailand herausgegeben werden) .  Das Patriarchat soll also zu Ende sein? Eine schöne, jedoch reichlich naive Vorstellung, könnte man_frau meinen; die Realität sieht anders aus. Oder? Eine Autorinnen, die Philosophin Luisa Muraro , erklärt dies folgendermaßen: " Wenn wir sagen, das Patriarchat ist zu Ende, dann sind wir uns darüber im Klaren, dass die kulturelle, soziale und rechtliche Realität noch anders aussieht. (...) Wenn man die Geschichte nur von außen, also soziologisch betrachtet, ist sie immer noch eine Geschichte des Elends.“   Luisa Muraro verschließt also keineswegs die Augen vor existierenden Realitäten, sondern versucht vielmehr, das Augenmerk zu vers...

Chancengleichheit? Investieren.

In "Das alles und noch viel mehr würden wir machen, wenn wir Kanzler von Deutschland wär'n" (Hrsg. Peter Zudeick) liefert taz-Chefredakterin Ines Pohl einige interessante Ansätze, wie eine tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit in der BRD befördert werden könnte.  Denn auch wenn wir nach außen hin alle schon unheimlich emanzipiert sind (wie es uns beispielsweise Familienministerin Kristina Schröder weismachen will: Chancengleichheit ist noch längst nicht gegeben, orientieren sich doch immer noch viele Frauen, nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen, an tradierten Rollen-Vorgaben: "Deutschland befindet sich damit im Zustand einer unerträglichen Doppeldeutigkeit: An der Oberfläche ist das mit der unabhängigen Frau eine ausgemachte Sache. Strukturell aber ist das Land noch nicht einmal halb so emanzipiert, wie es denkt, dass es wäre. (...)" Ines Pohl meint, es sei an der Zeit, in der "Real-Politik" endlich in Gleichberechtigung zu INVESTIERE...

FEMINISMUS. Unbehagen.

Zugegeben: der Titel ist lediglich ein Eye-Catcher. Ich empfinde gar kein Unbehagen gegenüber "dem Feminismus" (Den es ja, im Sinne einer homogenen Strömung_Gruppe_Partei, ohnehin nicht gibt).   FUSSNOTE : "Feminismus" ist eher sowas wie die Sicht auf die Welt aus *weiblicher Perspektive. Es bedeutet außerdem, Machtverhältnisse zu erkennen, und in Frage zu stellen. Das wäre meine augenblickliche Definition.  (*weiblich bezeichnet hier Menschen, die a) "weiblich" sozialisiert sind und_oder b) sich selber als "weiblich" bezeichnen. Wobei mir gleich wieder bewusst wird, dass Menschen, die beispielsweise "trans" sind, hier gleich wieder rausfliegen. :-/ Eh' klar also, dass solch ein Feminismus eine feine Sache ist. Für alle. "Gutes Leben für alle" und so. Nein, um WAS es mir geht, ist eine bestimmte UMGANGSART in bestimmten Cliquen innerhalb des Feminismus, die ich nicht mehr ertrage. Es ist dies eine Art, d...

Gefährliche Halbbildung: MUSS DAS SEIN?

Allenthalben besteht ja bei vielen von uns die Tendenz, subjektive Wahrnehmungen nach außen hin als objektive Tatsachen auszugeben; denn mitreden wollen wir natürlich alle; und zu allem eine Meinung haben. Man weiß ja Bescheid. Man informiert sich. Doch was gibt es da nicht alles für absonderliche Ansichten. Da kursiert beispielsweise die weitverbreitete Mär: „Der Feminismus will die Herrschaftsverhältnisse einfach umkehren, und das Matriarchat einführen!" ... oder aber folgendes Ammenmärchen: „Moderne Kunst ist doch nur Gekritzel. Also, DAS kann ich auch!" ... es gut munter weiter mit Bonmots wie: „Diese Südländer sind alle faul; deswegen haben sie auch die Schuldenkrise verursacht!" oder: „Wer Leistung abliefert, und fleißig ist, bringt es garantiert zu was! HARTZ4-Empfänger sind doch alles Schmarotzer." ... Nun sind diese Ansichten, die, wie gesagt, gerne als objektive Wahrheiten ausgegeben werden, in etwa so tiefsinnig wie folgende Behauptung: „Die Erde ...

Aus der Deckung in der U-Bahn

Ende Januar 2013 in der U-Bahn einer mittleren deutschen Großstadt. In den Medien brodelt die „Debatte Alltagssexismus“, irreführenderweise auch als Brüderle-Debatte bekannt. Wir steigen in die U6 nach Dingsheim, setzen uns an einen Fensterplatz und zücken zwei Artikel, die wir uns extra aus dem Internet ausgedruckt haben, weil wir sie noch mal sorgfältig lesen wollen (Es sind dies: „Prüder in Waffen“ von Claudius Seidl (FAZ), sowie „ Das Alpha-Mädchen kommt aus der Deckung“ von Katja Kullmann (Deutschlandradio Kultur). Wir lesen also, und streichen uns den einen oder anderen Satz an. An der übernächsten Station setzt sich ein männlicher Fahrgast neben uns. Automatisch haben wir den Reflex, das, was wir da lesen, halb zu verdecken; weil, wir wollen ja niemanden erschrecken, oder scheel angesehen werden („Ihhh, Emanze!“). Aber dann fällt uns rechtzeitig ein, dass dies ja nun total blöde wäre. Genau darum geht es ja: aus der Deckung zu gehen. Und so lesen wir "ganz normal“ weite...

Alltagsseximus: Verständnis war gestern.

Es gibt da diese weit verbreitete reaktionäre Annahme, Frauen seien von Natur aus besonders verständnisvoll; dem ist natürlich nicht so. BOUTIQUE VRENI TM z.B. freut sich im Augenblick wie die Schnitzel (siehe Statement von gestern, 26.1.2013), dass das Thema „Altagssexismus" endlich mal großflächig aufs Tapet kommt. Weil, sie hat für diesen ganzen Mist, diese sogenannten "Lappalien" ÜBERHAUPT kein Verständnis mehr. Und das tolle ist: ganz viele andere haben auch keins mehr. Da gibt es z.B. die famose Aktion #aufschrei : ein sogenannter "hashtag" auf TWITTER, der dazu aufruft, eigene Erfahrungen mit Alltagssexismus zu sammeln und öffentlich zu machen. Da wir nicht auf Twitter sind, und uns demensprechend nicht direkt beteiligen können, machen wir das nun einfach auf diesem Wege. Mittlerweile hat die Mit-Initiatorin, Nicole von Horst, eine weitere Seite eröffnet, für NON-Twitters. Und fangen mal an zu sammeln. * NACHTRAG VOM 30.1.2013: Die folgende...

WAS IST WAS : Feminismus

Feminismus. Das ist eines dieser „Gebiete“, zu dem Hinz und Kunz glauben, sich kompetent äußern zu können. Etwa so, wie zu „Kunst“. Doch kann ich tatsächlich eine differenzierte Meinung zu „Kunst“ äußern, wenn ich ausschließlich Picasso kenne; oder zum „Feminismus“, wenn mir niemand anders als Alice Schwarzer einfällt? Boutique Vreni TM glaubt: nein. Und es wäre wünschenswert, erstmal Hausaufgaben zu machen, und sich ein wenig zu informieren. Z.B. grassieren über das „F.-Wort“ unablässig ermüdende Klischees, wie: Feministinnen hassen Männer! Feminismus ist dogmatisch! Feministinnen haben bloß keinen abbekommen! Glücklicherweise lassen sich diese schlichten Ansichten sehr leicht entkräften: * Manche Menschen hassen einander. Da sind sicherlich auch einige Feministinnen dabei. Oder Frauen im allgemeinen. Es gibt auch Männer, die Frauen hassen. und so weiter. * Manche Menschen sind dogmatisch, leider. Und da sind auch einige Feministinnen drunter. Jene sind nämlich auch Mensche...

LUSTIGE GRABSCHER - Klaas & Joko erfinden den Humor neu oder so ähnlich.

Letzte Woche erreichte deutscher Humor mal wieder einen neuen Schenkel-Klopfer-Höhepunkt: Klaas & Joko, die beiden Jung-Helden von ZDF - neoParadies machen die Berliner Funkausstellung unsicher. Und, ja, schon alleine der gekonnte Einsatz von "Pups-Spray", mit dem sich arglose BesucherInnen und Hostessen irritieren lassen, sprüht vor Witz und Esprit. Schon das reicht für einen Humor-Nobelpreis, meinen wir! Aber es kommt noch besser: die beiden jungen Herren müssen in ihren Sendungen auch stets total witzige Aufgaben erledigen, so wetten-mäßig. Und bei der Wette, die in der besagten Sendung von Anfang Oktober zu sehen ist, wäre Thomas Gottschalk vor Neid grün und gelb angelaufen; warum war ihm das nicht eingefallen!: Joko soll, vor laufender Kamera, einer Messe-Hostess an die Brüste und an den Hintern fassen, einfach mal so, ganz spontan ... mal sehen, wie DIE dann reagiert, haha hoho hihi! ... gesagt, getan: ziehrt sich der junge sensible Mann zunächst noch, so obsiegt ...

EINE BESSERE WELT - JA WIE DENN?!

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Letztes Jahr ging's wirklich rund in der Welt, so wie wir ("wir" heißt immer: ich und du und alle, die wir kennen), so wie wir sie erlebt haben ... neben schlimmen Natur- und GAR nicht so natürlichen Katastrophen gab es auch einige Sachen, die unser Herz höher schlagen ließen; zu diesen gehörten die Leute, die millionenfach, rund um den Globus, auf die Straße gingen. Weil sie eine andere Welt wollen, eine Welt, die besser für alle ist. Transgenialer CSD in Berlin/Kreuzberg, 25. Juni 2011 ... das erste Ereignis dieser Art, welches ich miterleben durfte (und wollte), war der transgeniale Christopher-Street-Day in Berlin; dann der Slutwalk in vielen Städten der Welt (und auch in Frankfurt/M., yeah!) ... es folgten zahllose Occupy-Demos und Banken-Umzingelungen im Herbst; und nicht zuletzt die Kundgebungen gegen den katastrophalen Fluglärm aufgrund der neuen Landebahn des Frankfurter Flughafens ... und das waren nur die Sachen, an denen ich selber irgendwie teilhatte. ...

SLUTWALK. JETZT AUCH IN IHRER NÄHE!

Am Samstag, den 13. August 2011 findet in D der erste bundesweite SLUTWALK statt FAQ 01 „ 'Slut', das heißt doch 'Schlampe', wie, gehen da jetzt Frauen auf die Straße, weil sie das Recht haben wollen, sich schlampenmäßig und sexy anzuziehen? Und das soll feministisch sein?? “ ... Ja, „Slut“ heißt „Schlampe“. Zum Hintergrund dieser Bezeichnung sei folgende kleine Anekdote erwähnt: Im letzten Jahr empfahl ein kanadischer Polizeibeamter den „Frauen“, sich doch besser „ nicht wie Schlampen anzuziehen, um nicht zum Opfer von sexueller Gewalt zu werden " ... daraufhin waren einige Leute überhaupt nicht amused und organisierten für den 3. April 2011 den ersten SlutWalk in Toronto . Die Idee fand seitdem diverse Nachahmer*innen. Und jetzt gibts das auch in Deutschland, gleich in mehreren Städten, u.a. Berlin und Frankfurt/Main. ... Nein, der Sinn ist nicht, dass „Frauen“ für das Recht auf (traditionelle) Sexyness auf die Straße gehen. Sondern: die Idee ist, dass ALL...

BEGEISTERUNG?

Es ist 2011, und es ist wieder Fußball-WM. Die Frauenfußball-WM. Richtig viel Aufmerksamkeit bekommt sie, sogar ein Panini-Heft gibt es, zum ersten Mal mit Fußballerinnen und ich hab mir endlich eins gekauft. Natürlich bekommt sie nicht so viel Aufmerksamkeit wie eine normale Männer-WM; kaum Fahnen seh ich aus Fenstern und Autos ragen, Flachbildfernseher in jeder Eckkneipe sind Fehlanzeige, und die Spieltermine sind auch suboptimal; wer hat schon unter der Woche um 14 Uhr Zeit und Muße, Fernsehen zu gucken. Abendspiele gibt es wenige, und einige sind dann auch noch auf die Sparten-Sender ZDFinfo und Einsfestival geraten (Das muss in zwei Jahren anders werden, meine Lieben). Aber dass das alles zwar schon viel besser, aber noch lange nicht optimal bzw. in der Gesellschaft angekommen ist, geschenkt. Es überrascht nicht, auch wenn mensch es im Auge behalten und daran arbeiten muss. Was jedoch ein wenig überraschend und traurig ist, dass dieses Ereignis auch bei vielen Frauen die Be...

KRISTINA SCHRÖDER. VON GESTERN.

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Am Montag, den 9.11.2010, gab Bundesfamilienministerin Kristina Schröder den SPIEGEL-Journalisten René Pfister und Markus Feldkirchen ein Interview . I n diesem rechnet sie einmal mehr kenntnisreich mit dem FEMINISMUS ab. Zu dumm nur, dass das, was Frau Schröder sich unter Feminismus vorstellt, in etwa dem Diskurs einiger radikaler Gruppierungen um 1975 entspricht: " Es gab in der Tat eine radikale Strömung, die in diese Richtung argumentiert hat und die Lösung darin sah, lesbisch zu sein." ... ja, gabs. Aber was hat das mit dem Hier und Heute zu tun? Was hat Frau Schröder zu gegenwärtigen feministischen Strömungen zu sagen? Nichts, denn sie kennt diese nicht. Was Frau Schröder ebenso unbekannt ist, ist offenbar die Fähigkeit, Phänomene zu hinterfragen. Das muss sie auch nicht: " Für mich bedeutet Konservatismus, die Realität zu akzeptieren. " Aha. Genau. Gibt ja auch nur EINE Realität. Da muss man sich nicht fragen: WESHALB eigentlich ein Germanistik-Studium w...