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Posts mit dem Label "Arbeit" werden angezeigt.

#M18 – EIN GUTES LEBEN FÜR ALLE.

Es ist Dienstag, der 17. März 2015, einer der schon fast lauen Frühlingsabende. Mir ist ein bisschen mulmig. Und ich bin ein bisschen ärgerlich. Denn Morgen findet in Frankfurt am Main die Eröffnung der neuen Europäischen Zentralbank statt, und diesbezüglich hat das kapitalismuskritische Bündnis BLOCKUPY schon vor Monaten zu Protestveranstaltungen aufgerufen. Dann lese ich kurz vorher von der regelrechten Verbarrikadierung des Gebäudes im Frankfurter Osten. Von Robocop-ähnlichen Polizeikräften. Von testosterongesteuerten Möchte-Gern-Revolutionären, die es "den Bullen" mal wieder richtig zeigen wollen. Von einer "Festung Frankfurt". Nicht zu vergessen von den Unmengen Pfefferspray, die seitens der Polizeikräfte wohl bestellt worden war. Die BILD-Zeitung, für deren hetzerischen Habitus mir einfach nicht GENUG Schimpfworte einfallen, gießt Öl ins Feuer, diffamiert mal eben die LINKS-Partei, die angeblich einem gewaltbereiten Aktivisten einen Schlafplatz o.ä. versch...

EUER STRESS KOTZT MICH AN.

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Eine Polemik.  Denn BOUTIQUE VRENI ™ reichts mal wieder. Kaum sind wir aus südlichen Gefilden zurück, vibriert schon wieder alles in uns. Unter anderem wegen Ihnen. Ja, Sie sind gemeint!   Sie, die Sie unentwegt geschäftig und "busy" durch die Gegend rasen; die Sie dauernd wahnsinnig viel zu tun haben, und gar nicht mehr wissen, wie Sie das alles schaffen sollen.   Sie, die Sie dies alles (und das ist der springende Punkt!) für ein Naturgesetz halten. Weil: das halt so ist. Weil: man halt sofort springen muss, wenn Irgendwer was will. Weil: man immer was tun muss. Weil: das halt heutzutage so ist. Und weil: *man sich meisterhaft mit Stress und Geschäftigkeit profilieren kann. Seien wir ehrlich, so ist es doch. So will es das DEUTSCHE ARBEITS-ETHOS. Da lacht der Neo-Liberalismus. Und da wird's jetzt ganz komisch: wenn Menschen z.B. aus dem Kunst/Kultur-Bereich, aus dem gesellschaftspolitischen Bereich, etc. eben genauso agieren. Sich mit Terminen zuschütten. Weiterarbe...

ARBEIT ARBEIT ARBEIT

Welch vertrackte Sache mit dieser "Arbeit", bzw. "Tätigkeit   … also, UNS geht's so:  ... recherchieren. … herumchecken. … Emails schreiben. … Leute ansprechen. … Anfragen herausschicken. … auf Antworten warten, die erst mal nicht kommen. die vielleicht gar nicht kommen. … wieder nachhaken. … Strukturen machen. … sich Konzepte ausdenken. … ideen formulieren ... … also, auch wenn alle diese Dinge nur 2 Stündchen dauert, dann sind wir total ermüdet und fühlen uns leer und es sind doch grade mal 2 Stunden vergangen, das ist doch nicht viel, wir können doch jetzt nicht einfach pause machen oder gar aufhören, wir müssen doch was tun tun tun, und eigentlich haben wir doch noch gar nichts getan. Und außerdem tun die anderen ja bestimmt viel mehr , weil die haben immer soviel zu tun und so wenig Zeit, die arbeiten dann noch spät abends und stehen morgens immer ganz früh auf, weil sie ihre Arbeit nicht schaffen. ach. WAS TUN? Folgende Dinge finden wir übrigens gar nicht s...

EIN KESSEL BUNTES - die blockupy-soli-demonstration vom 8. juni 2013

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Bilder von der BLOCKUPY-SOLIDARITÄTS-Demo am Samstag, den 8. Juni 2013 in Frankfurt/Main: Ca. 300 Personen waren für die Demo angemeldet.  Ein paar Mehr wurden es dann schon. So 10.000 etwa. "Worum geht's eigentlich noch mal?" Darum: Der "Sünden-Block" "Regenschirme" waren bei der Demonstration am vorangegangenen Samstag (1. Juni)  von der Polizei als "Schutzwaffen" eingestuft worden. Im Hintergrund zwischen den Hochhäusern die Stelle, wo am 1. Juni ca. 1.000 Menschen für etwa 10 Stunden eingekesselt worden waren. Eine Ska-Band spielt auf. So Nicht. Schnappschüsse der Demo vom 1. Juni. Einige Polizist*innen (vermutlich peinlich berührt) waren auch da. Werner Rätz, Mit-Organisator von Blockupy und zu ATTAC. Endlich: Ein Schwarzer Block. ...

Armutsgefährdet? BOUTIQUE VRENI TM berät Sie!

20.12.2012 Laut dem "Paritätischen Wohlfahrtsverband" ist jede/r 6. in Deutschland armutsgefährdet . Als "armutsgefährdet" gelten Personen , die weniger als 60% des Durchschnittseinkommens verdienen. Dieses liegt laut statista bei: 28.300 Euro (Stand 2011). Davon wären 60%: 16.980 Euro. Wenn Sie also weniger als das im Jahr verdienen, sind Sie so gut wie arm. Und was verdienen die Leute in unserem Umfeld? Diese Kulturschaffenden und Kreativen, Sie wissen schon: Also. Nehmen wir die 30 – 40 Jährigen: Laut Künstlersozialkasse (Stand 1.1.2012) verdienen: – Männliche Menschen, die Schreiben: 17.580 Euro  (= so gut wie ARM ) – Weibliche Menschen, die Schreiben: 13.945 Euro (= ARM ) – Bildende Künstler: 14.404 Euro  (= ARM ) – Bildende Künstlerinnen: 11.141 Euro (= ARM ) – Musiker: 11.811 Euro  (= ARM ) – Musikerinnen: 9.515 Euro (= ARM ) ... BOUTIQUE VRENI TM kann das alles nicht gutheißen, und rät: Falls Sie in diesen Bereichen tätig sind, ...

"Steuern zahlen, leicht gemacht" - die software "elster"

Heute mal etwas ganz Dröges: meine enervierenden Abenteuer bei dem Versuch, als Freiberuflerin Steuern zu zahlen. " Wer will DAS den wissen?? ", werden Sie vielleicht nun aufschreien ... vielleicht werden Sie sich aber auch freuen über meinen Post. Weil Sie dasselbe SCHEISS-PROBLEM HABEN, WELCHES IHNEN DIE NERVEN RAUBT!!! Im folgenden also mein Brief an das FINANZAMT einer großen Kleinstadt im Rhein-Main-Gebiet: --------------- --------------- --------------- --------------- --------------- --------------- Betreff: Elektronische Registrierung mit der Steuer-Software "elster" Sehr geehrte Damen und Herren, am Montag, den 3.12.2012, erhielt ich von Ihrer Behörde die schriftliche Aufforderung, meine Umsatz-Steuer-Voranmeldung ab dem 1.1.2013 nicht mehr über ein Formular, sondern elektronisch, via "elster" zu machen (davor sei eine Registrierung zwecks zukünftiger Authentifizierung vonnöten). Sehr groß war dann leider meine Bestürzung, als ich v...

"Reden wir über Geld" / Teil I

Sind Sie KünstlerIn, Kreative/r, Kulturschaffende/r? Und sind auch Sie es leid, sich dafür rechtfertigen zu müssen, für Ihre Tätigkeit das wohlverdiente Geld einzufordern? Können Sie Sätze wie "Kunst ist halt Luxus!" oder "Mit Kunst konnte man noch nie Geld verdienen!" einfach nicht mehr hören? Dann können Sie endlich aufatmen; denn BOUTIQUE VRENI TM hat einige der unsäglichsten Sätze, denen KünstlerInnen und Kreative permanent ausgeliefert sind, gesammelt. UND: kurze und griffige Antworten dazu entwickelt.  SCHLUSS MIT RECHTFERTIGUNG UND SCHLECHTEM GEWISSEN! Wir haben das Material in handliche Lektionen von jeweils 6 bis 7 Sätzen & Anworten gegliedert und beginnen heute mit Teil 1 : !mittlerweile gibts es auch Teil 2 und Teil 3! No. 1: "Kunst ist schön. Zum Leben notwendig ist sie jedoch nicht."   Das hängt davon ab, was mensch unter "Leben" versteht. Wenn mit "Leben" das rein organische Vegetieren gemeint ist, würden ...

GLÜCKLICHE KÜNSTLER

... wie wir darüber nachdachten, uns endgültig vom Künstler-Sein loszusagen ... ... das haben wir schon stets geahnt, und jetzt ist es amtlich, bzw. wissenschaftlich erwiesen: "Künstler sind glücklicher als Menschen in anderen Berufen." Das, so schreibt (eigenartigerweise ganz süffisant) Elisabeth von Thadden in der aktuellen ZEIT, und bezieht sich auf eine Studie des "Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung". (Nee, heute gibts keinen Link. Der Artikel ist analog. Klicken Sie oben aufs Bild, dann wirds größer) Der Grund: Künstler (Künstlerinnen eventuell auch? Sind wir mal wieder mitgemeint?) empfinden ihre Arbeit als besonders selbstbestimmt und vielseitig. Das meinst Lasse Steiner, einer der Autoren der Studie. Nun haben wir sonderbarerweise überhaupt keine Lust, diese Studie in Gänze zu lesen, oder gar deren Hintergründe zu recherchieren; das kommt daher ... weil in der Schlussfolgerung der Studie soviel geballte unhinterfragte Klischee-Meierei rüb...

AKTUELLES ZUM "SCHRANK-STIPENDIUM"

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Schon gesehen? Das renommierte SCHRANK-STIPENDIUM , welches wir mit Interesse verfolgen, hat jetzt auch eine geschmackvolle Website (hochmodern: ein BLOG!). Hier kann verfolgt werden, was es Neues gibt, im Augenblick z.B. das Stipendium von Filmemacher Bernd Thiele. Spannende Einblicke in den künstlerische Alltag! Romantik pur bei Minus-Graden! WER MÖCHTE DA NICHT ZUM KÜNSTLER WERDEN?

Gemeinweisen abschalten?

Das Berliner Manifest von HABEN UND BRAUCHEN Es gibt sie doch! Kulturschaffende, die sich nicht in Affirmation und Selbstausbeutung gefallen, sondern den Mund aufmachen: Die seit 2011 in Berlin tätige Aktionsgruppe HABEN UND BRAUCHEN hat ein tolles Manifest verfasst über die Situation von Kulturschaffenden. Hier wird aufgeräumt mit dem immer noch vorhandenen romantisierenden Künstler-Mythos. BOUTIQUE VRENI TM hat als Appetizer einige Zitate aus dem Manifest zusammengestellt, die garantiert Lust auf das Ganze machen. Unbedingt lesen. "Unserer Meinung nach brauchen Kulturschaffende heute zuallererst eine Absicherung ihrer Produktionsbedingungen (und nicht notwendigerweise eine neue Kunsthalle)" "Was in der Kunst Gestalt annimmt, ist somit ein kollektiver gesellschaftlicher Prozess, der alle betrifft. Diese Bedeutung von Kunst leugnet, wer sie in den Bereich des privaten Konsums abdrängt oder als rein wirtschaftliches Spekulationsobjekt behandelt" "Die ...

WAS HABEN SIE FÜR KÜNSTLER GETAN?

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... fragt das soziale Kunst-Netzwerk THE THING FRANKFURT Politiker*innen anlässlich der hessischen Kommunalwahl am 27. März 2011. ... wenn du an Kunst & Kultur und so Interesse hast ... wenn du in Rhein-Main lebst ... wenn du einen Bezug zu Frankfurt hast ... wenn du in Berlin oder Hamburg wohnst, es aber gut findest, wenn es noch andere Städte mit Kunst & Kultur gibt ... wenn du einfach deine solidarische Unterstützung geben möchtest ... ... dann lies dir folgende Fragen an die Politiker*innen durch, und schreibe einen Kommentar zu diesem Post mit einem lauten "jaaa" ; gib bitte noch deinen Wohnort an, und, wenn du möchtest, deine Betätigung (Künstlerin. Bäcker. etc.) ... dein Name wird dann auf der THE THING FRANKFURT Seite in die Liste der Unterstützer*innen aufgenommen ... ... wir freuen uns auf deine Antwort :-) Boutique Vreni ... und hier der ganze Text und die Liste der Unterstützer*innen : --------------------------------------------------------------...

GENTRIFIZIERUNG ALS SCHICKSAL.

... warum machen Kulturschaffende eigentlich immer so weiter? Unlängst las ich auf der Facebook-Seite eines Frankfurter Off-Spaces , dessen Schließung nun definitiv ist, folgenden Satz: „"es ist unser (künstler) schicksal tote ecken mit kultur zu beleben, um die dann an geldmagnaten zu übergeben." ... „Gentrifizierung als Schicksal" halt, traurig, aber wahr, so ist der Lauf der Welt ... daher nicht lange grübeln, über Dinge, die man ohnehin nicht ändern kann, sondern auf zum nächsten Projekt. Nicht aufhören damit, Energie und Geld in die Suche nach Orten zu stecken, die dann mit ambitionierten Projekten bespielt werden können; denn unterkriegen lassen wir uns nicht! Ja. Nein. Unterkriegen lassen wir uns nicht ... aber ... hat diese Strategie nicht einen kleinen Haken? HAT man uns nicht schon längst untergekriegt? Machen wir nicht ganz genau das, was von uns erwartet wird? Was macht das mit unserer Lebensenergie und mit unserer Selbstachtung, wenn wir uns regelmäßig für ...
„Das Private ist politisch“ , so hieß es seit den 70er Jahren des 20sten Jahrhunderts aus den Reihen der Frauenbewegung; dieser Satz hat sich mittlerweile vollständig umgedreht, so meint es jedenfalls Florian Illies in seinem Artikel „Mach dir keinen Stress!“ (die ZEIT, 1.1.2011)  „Doch inzwischen ist das Politische vollständig privat geworden.“ , schreibt Illies und bezeichnet damit die Veränderung im Sprachgebrauch von „Entspannung“, diesem so populären Begriff, welcher in den 70er Jahre noch für die Ost/West-Politik angestrebt wurde, dessen Bedeutung sich mittlerweile jedoch völlig in die private Sphäre zurückgezogen habe. Das „private“ daran ist, dass jede/r Einzelne für seine/ihre Entspannung persönlich verantwortlich ist: „Entspannung ist bei uns also Teil der Leistungsgesellschaft geworden. Und das »Mach dir keinen Stress« und »Entspann dich!« sind ihre tyrannischen Imperative.“ Das nun wiederum ist ganz und gar nicht mehr privat, wie auch auch im Blog Begleitschreiben ...

KÜNSTLERBASHING TEIL 3

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Heute lasse ich mal jemand anders für mich "Künstler-Bashing" betreiben: den Hamburger Künstler Michael Chevalier . In einem Interview mit der TAZ vom 22.10.2010 äußert sich Chevalier kritisch zur politischen Äußerungen diverser Kulturschaffenden wie etwa Isabelle Graw, Daniel Richter oder Dietrich Dietrichsen. "Karl-Marx-Namedropping" sei das, und kaum geeignet, den Kunstbetrieb wirklich kritisch zu hinterfragen; kritische künstlerische Arbeiten würden ohnehin in der Regel vom Kunstbetrieb vereinnahmt. Die einzige Möglichkeit sieht Chevalier darin, sich finanziell unabhängig vom Kunstmarkt zu machen; er selber verdient sein Geld nach eigenen Angaben nicht mit "der Kunst". Zunächst finde ich das einen nachvollziehbaren Ansatz. Ein "Brotjob" kann eine angenehme Basis bieten; ein wenig Grundsicherheit ist eine feine Sache und höchst entspannend. Die Voraussetzung ist natürlich, dass die Bedingungen für diesen Job stimmen. Anständig bezahlt müsste...

Paul Lafargue DAS RECHT AUF FAULHEIT

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1883, Wochenzeitschrift L‘Egalité (Paul Lafargue, 1842–1911, französischer Sozialist, Mitbegründer der ersten marxistischen Partei Frankreichs, Ehemann von Karl Marx’ Tochter Laura ) Die „Bourgeoisie“ hat in ihrer Entwicklung einen beträchtlichen Gesinnungswandel durchlaufen: vormals, während ihres Kampfes gegen den Adel und die Kirche wurden freie Forschung und Atheismus von ihr noch ideologisch unterstützt. Dies änderte sich jedoch, als sie selbst zur dominierenden Klasse aufgestiegen war: nun predigte die Bourgeoisie dem Proletariat Enthaltsamkeit, Arbeitsamkeit und mithin die Unterdrückung jeglicher freier Gedanken. Das Proletariat wiederum habe sich vom Dogma der Arbeit regelrecht verführen lassen. Der französische Sozialist Paul Lafargue spricht von einer seltsamen Sucht nach Arbeit, welche letztere er als „Ursache des geistigen Verkommens und körperlicher Verunstaltung“ bezeichnet, und: „Alles individuelle Elend entstammt seiner Leidenschaft für die Arbeit“. Er verweist ...