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Posts mit dem Label "Nichtstun" werden angezeigt.

EUER STRESS KOTZT MICH AN.

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Eine Polemik.  Denn BOUTIQUE VRENI ™ reichts mal wieder. Kaum sind wir aus südlichen Gefilden zurück, vibriert schon wieder alles in uns. Unter anderem wegen Ihnen. Ja, Sie sind gemeint!   Sie, die Sie unentwegt geschäftig und "busy" durch die Gegend rasen; die Sie dauernd wahnsinnig viel zu tun haben, und gar nicht mehr wissen, wie Sie das alles schaffen sollen.   Sie, die Sie dies alles (und das ist der springende Punkt!) für ein Naturgesetz halten. Weil: das halt so ist. Weil: man halt sofort springen muss, wenn Irgendwer was will. Weil: man immer was tun muss. Weil: das halt heutzutage so ist. Und weil: *man sich meisterhaft mit Stress und Geschäftigkeit profilieren kann. Seien wir ehrlich, so ist es doch. So will es das DEUTSCHE ARBEITS-ETHOS. Da lacht der Neo-Liberalismus. Und da wird's jetzt ganz komisch: wenn Menschen z.B. aus dem Kunst/Kultur-Bereich, aus dem gesellschaftspolitischen Bereich, etc. eben genauso agieren. Sich mit Terminen zuschütten. Weiterarbe...

ARBEIT ARBEIT ARBEIT

Welch vertrackte Sache mit dieser "Arbeit", bzw. "Tätigkeit   … also, UNS geht's so:  ... recherchieren. … herumchecken. … Emails schreiben. … Leute ansprechen. … Anfragen herausschicken. … auf Antworten warten, die erst mal nicht kommen. die vielleicht gar nicht kommen. … wieder nachhaken. … Strukturen machen. … sich Konzepte ausdenken. … ideen formulieren ... … also, auch wenn alle diese Dinge nur 2 Stündchen dauert, dann sind wir total ermüdet und fühlen uns leer und es sind doch grade mal 2 Stunden vergangen, das ist doch nicht viel, wir können doch jetzt nicht einfach pause machen oder gar aufhören, wir müssen doch was tun tun tun, und eigentlich haben wir doch noch gar nichts getan. Und außerdem tun die anderen ja bestimmt viel mehr , weil die haben immer soviel zu tun und so wenig Zeit, die arbeiten dann noch spät abends und stehen morgens immer ganz früh auf, weil sie ihre Arbeit nicht schaffen. ach. WAS TUN? Folgende Dinge finden wir übrigens gar nicht s...
„Das Private ist politisch“ , so hieß es seit den 70er Jahren des 20sten Jahrhunderts aus den Reihen der Frauenbewegung; dieser Satz hat sich mittlerweile vollständig umgedreht, so meint es jedenfalls Florian Illies in seinem Artikel „Mach dir keinen Stress!“ (die ZEIT, 1.1.2011)  „Doch inzwischen ist das Politische vollständig privat geworden.“ , schreibt Illies und bezeichnet damit die Veränderung im Sprachgebrauch von „Entspannung“, diesem so populären Begriff, welcher in den 70er Jahre noch für die Ost/West-Politik angestrebt wurde, dessen Bedeutung sich mittlerweile jedoch völlig in die private Sphäre zurückgezogen habe. Das „private“ daran ist, dass jede/r Einzelne für seine/ihre Entspannung persönlich verantwortlich ist: „Entspannung ist bei uns also Teil der Leistungsgesellschaft geworden. Und das »Mach dir keinen Stress« und »Entspann dich!« sind ihre tyrannischen Imperative.“ Das nun wiederum ist ganz und gar nicht mehr privat, wie auch auch im Blog Begleitschreiben ...

Paul Lafargue DAS RECHT AUF FAULHEIT

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1883, Wochenzeitschrift L‘Egalité (Paul Lafargue, 1842–1911, französischer Sozialist, Mitbegründer der ersten marxistischen Partei Frankreichs, Ehemann von Karl Marx’ Tochter Laura ) Die „Bourgeoisie“ hat in ihrer Entwicklung einen beträchtlichen Gesinnungswandel durchlaufen: vormals, während ihres Kampfes gegen den Adel und die Kirche wurden freie Forschung und Atheismus von ihr noch ideologisch unterstützt. Dies änderte sich jedoch, als sie selbst zur dominierenden Klasse aufgestiegen war: nun predigte die Bourgeoisie dem Proletariat Enthaltsamkeit, Arbeitsamkeit und mithin die Unterdrückung jeglicher freier Gedanken. Das Proletariat wiederum habe sich vom Dogma der Arbeit regelrecht verführen lassen. Der französische Sozialist Paul Lafargue spricht von einer seltsamen Sucht nach Arbeit, welche letztere er als „Ursache des geistigen Verkommens und körperlicher Verunstaltung“ bezeichnet, und: „Alles individuelle Elend entstammt seiner Leidenschaft für die Arbeit“. Er verweist ...

NICHTSTUN

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"Nichtstun" wird viel zu oft als "Faulheit" diffamiert. Dabei sind Phasen des Müßiggangs unabdingbar, um zu sich zu kommen und kreative Gedanken zu entwickeln. Permanents Arbeiten dagegen wirkt über kurz oder lang zerstörerisch. Über " Nichtstun ", aber auch über " Arbeit ", " Stress " und verwandte Begriffe wollen wir uns kommenden Samstag , den 11.9.2010 im multi.trudi (dem OFFSpace des Netzkünstlers Stefan beck) in Frankfurt/Main unterhalten, natürlich ganz entspannt. ... außerdem möchten wir Euch einladen , Flyer, Artefakte oder ähnliches mitzubringen , welche Ihr mit "Nichtstun" und "Müßiggang" verbindet. Diese wollen wir dann vor dem .trudi drapieren und dokumentieren. Als Einleitung wird Verena Lettmayer aus ihrem neuen Buch NICHTSTUN ein Märchen vorlesen; es heißt: "DIE SIEBEN FAULEN". Sie wird auch einige Exemplare von "Nichtstun" im Gepäck haben. An der Bar werden wie stets wohlfeil...